Buchs
Gegner der Waffeninitiative: «Aargau hat zu gutem Resultat beigetragen»

Die Gegner der Waffeninitiative waren in Festlaune: SVP-Nationalrätin Sylvia Flückiger, Schiesssportverbands-Präsident Werner Häusermann und CVP-Nationalrätin Esther Egger feierten das Nein mit Weisswein und Häppchen.

Drucken
Teilen
In Feierlaune: Alt Regierungsrat Ernst Hasler (links), die Nationalrätinnen Esther Egger und Sylvia Flückiger sowie Schützenpräsident Werner Häusermann. Michael Spillmann

In Feierlaune: Alt Regierungsrat Ernst Hasler (links), die Nationalrätinnen Esther Egger und Sylvia Flückiger sowie Schützenpräsident Werner Häusermann. Michael Spillmann

Das Aargauer Komitee gegen die Waffeninitiative traf sich gestern Nachmittag in der regionalen Schiessanlage «im Lostorf» in Buchs. Dort wollten Komiteemitglieder, Vertreter des Aargauer Schiesssportverbandes (AGSV) und die Präsidenten der Bezirksverbände gemeinsam den Ausgang der Abstimmung mitverfolgen. Als um 14 Uhr die Ersten in der Schützenstube eintrafen, war die Entscheidung aber bereits gefallen. «Bei der Begrüssung waren wir natürlich schon alle bei guter Stimmung», freute sich SVP-Nationalrätin Sylvia Flückiger.

«Angenehm überrascht»

Bis gegen 17 Uhr sassen die glücklichen Abstimmungssieger schliesslich bei Weisswein und Häppchen zusammen. «Ich bin angenehm überrascht», so AGSV-Präsident Werner Häusermann zum deutlichen Resultat, er habe teilweise auch «gezweifelt». Immer überzeugt von der «militär- und schiessfreundlichen Haltung» der Aargauerinnen und Aargauer war alt Regierungsrat Ernst Hasler. «Der Aargau hat zu einem guten Resultat beigetragen», sagte der OK-Präsident des Eidgenössischen Schützenfests 2010 in der Region Aarau.

Überrascht habe ihn hingegen das «deutliche Gesamtresultat». In der Schützenstube mitgefeiert hat auch CVP-Nationalrätin Esther Egger. Vom sich abzeichnenden Nein zur Waffeninitiative hat sie auf der Heimfahrt aus den Ferien erfahren. «Ein komfortables Resultat», resümierte die Parlamentarierin. Letzte Woche habe sie bei Gesprächen gemerkt, dass vielen Wählerinnen und Wählern klar geworden sei, dass die Initiative nicht das bringen würde, was man sich davon verspreche.

Nur Auslandschweizer dafür

Das Abstimmungsergebnis zur Initiative lässt im Aargau in der Tat an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig. Gut 61 Prozent der Aargauer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger lehnten die Initiative ab. Nein-Mehrheiten gab es dabei in sämtlichen Bezirken. Am deutlichsten wurde sie im Bezirk Kulm mit fast 74, am knappsten im Bezirk Baden mit gut 53 Prozent Neinstimmen abgelehnt. Interessant: Die Aargauer Auslandschweizer haben die Initiative angenommen, allerdings auch nur knapp mit etwas mehr als 51 Prozent Ja-Stimmen.

Die Auslandschweizer konnten übrigens im Aargau zum zweiten Mal ihre Stimme elektronisch abgeben. Diese Möglichkeit nutzten 1258 der insgesamt 6341 Stimmberechtigten. Damit haben erstmals mehr Personen ihre Stimme über Vote électronique abgegeben als per Post. Vote électronique wird auch bei den Nationalratswahlen im Oktober angeboten. (spi/mou)

Aktuelle Nachrichten