«Wir schauen solche Betriebe regelmässig an», sagt Alda Breitenmoser. Die Leiterin des Amtes für Verbraucherschutz im Kanton Aargau versichert, dass wenn die Inspektoren bei einem Betrieb Lebensmittelvergiftungserreger finden, flächendeckende Kontrollen angeordnet würden.

38 Imbissbuden untersucht

Im letzten Jahr habe das Amt für Verbraucherschutz im Rahmen einer Kampagne 38 Kebab- und Imbissbuden untersucht. Es seien keine Keime gefunden worden. Dennoch kann Breitenmoser nicht ausschliessen, dass im Aargau jemand nach dem Verzehr eines unter unhygienisch hergestellten Kebabs sterben wird. In der Schweiz ist ihr bisher aber noch kein ähnlicher Fall bekannt.

Breitenmoser hält aber fest, dass die Imbissbuden im Vergleich zu Restaurants bei den Kontrollen nicht schlechter abschneiden würden. Die Kontrolleure bewerten vier Breiche jeweils mit den Noten 1 bis 4, wobei 4 die schlechteste Note ist. Ein Durchschnitt von 4 komme im Aargau kaum vor.

«Nicht mit Kanonen auf Spatzen schiessen»

Ein Betrieb könne erst dann geschlossen werden, wenn eine unmittelbare Gesundheitsgefährdung bestehe. «Wir wollen auch nicht mit Kanonen auf Spatzen schiessen, die Massnahmen müssen immer verhältnismässig sein», so Breitenmoser. Sie glaubt, dass sich die Hygienekontrollen im Vergleich zu Frankreich nicht gross unterscheiden. (dno)