Wölflinswil/Oberhof
Zwischen Buchdeckeln wird das Jahr in seiner ganzen Fülle präsentiert

Der 44. Jahrgang der «Rückblende», Dorfchronik der beiden Juragemeinden wurde am Montagabend druckfrisch vorgestellt. Sie bietet einen Überblick über die Vielfalt der Aktivitäten in den Juragemeinden Wölflinswil und Oberhof.

Peter Bircher
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Die Kulturkommission Wölflinswil-Oberhof präsentierte die 44. Ausgabe der «Rückblende» im alten Gemeindehaus. bi

Die Kulturkommission Wölflinswil-Oberhof präsentierte die 44. Ausgabe der «Rückblende» im alten Gemeindehaus. bi

André Herzog, Präsident der Kulturkommission Wölflinswil-Oberhof, konnte am Montagabend im alten Gemeindehaus Wölflinswil die «Rückblende 2012», die Dorfchronik der beiden Juragemeinden, welche jetzt als 44. Jahrgang erstellt wurde, druckfrisch präsentieren. Die beiden Gemeinderäte waren dabei, die Brunnenmeister Bircher und Lenzin, die Vertretung des Organisationskomitees Kantonaler Musiktag und der ehemalige Lehrer Otto Meier, welcher früher runde 25 Jahre lang an der Dorfchronik mitgearbeitet hat. Neben ihm seine Enkelin Sara Suter aus Gipf-Oberfrick, welche bei Brogle-Druck das Layout für diese Ausgabe betreut hat, nachdem die langjährige «Hausdruckerei» FF-Druck, Frick nicht mehr in Betrieb ist.

Präsident André Herzog gab auf Ende Jahr seinen Rücktritt bekannt. Er hat 19 Jahre in der Kommission mitgearbeitet und er konnte aus der Chronik 1994 einige interessante Müsterchen zitieren. Gemeinderat und Kulturchef Viktor Reimann dankte ihm für sein Wirken. Man müsse ihn nun notgedrungen aufgrund der beruflichen Ausrichtung definitiv in die Innerschweiz ziehen lassen. Zu hoffen bleibe, dass eine gute Nachfolgelösung gefunden werde.

Eine «Rückblende» wie ein Bilderbuch mit einer Fülle von Informationen über das Jahresgeschehen. Das wird auf 112 Seiten präsentiert. Die Fotoqualität ist überraschend gut, sodass auch kleinere «Helgeli», so sie für die Geschichtsschreibung einmal bedeutend sein sollten, ohne Probleme kopiert oder vergrössert werden können. Denn, wie die bisherige Sammlung zeigt, ist oft ein Schnappschuss – der sonst mit grosser Wahrscheinlichkeit in das Meer des Vergessens versinken würde – nach Jahren und Jahrzehnten noch topaktuell.

Die Schwerpunkte der diesjährigen Chronik sind der Kantonale Musiktag – auch mit prächtigen Farbbildern dokumentiert – die zweite Natur- und Kulturwoche vor Pfingsten im Benkental, die Würdigung von «100 Jahre Wasserversorgung» und die Party um die Chef-Gemeinde von Radio Argovia, bei welcher Oberhof mitwirkte.

Aber die Broschüre auf diese Ereignisse zu reduzieren würde nicht die Vielfalt der «läbigen Dörfer am Benken» nachzeichnen. Da wird über Gemeindeversammlung, Kindergarten, Schule, Lehrabschluss, Auftritt bei «SF bi de Lüt» fast unzähligen kleinen und grossen Jahresaktualitäten berichtet, über Geburt und Tod, über Schulreisen und Berglager, die Malwandkünste des Kindergartens, Ausstellungen und Vereinsarbeit. Es wird auch über die Banngrenzen hinaus geschrieben über eine Familie aus dem Dorf, welche über Neuseeland nun in Deutschland sesshaft geworden ist.

Das Geschehen in Kirche und Pfarrei kommt breit zur Darstellung. Über das Jahr zusammengefasst bleibt beeindruckend, was alles für und mit Kindern und Jugendlichen unternommen wurde und weiter unternommen wird. Der bunte Jahresreigen schliesst mit der Totentafel schön eingebettet in die buntfarbene Flur auf dem Titelbild und Fest und Feier auf dem Umschlagblatt.

Die informative, bunte und von pulsierendem Leben sprühende Schrift ist wie alle Jahre für 20 Franken im Hausverkauf erhältlich. Am nächsten Samstag, am Verkaufsstand beim Gemeindehaus und weiter im Dorfladen oder auf der Kanzlei. Stichwort «Kanzlei»: Hier kann die unermüdliche Koordinationsarbeit nicht unerwähnt bleiben, welche wiederum Martina Schütz geleistet hat. Neu zur Kommission gestossen ist Miriam Studer-Liechti, Oberhof, welche am Vorstellungsanlass nicht dabei sein konnte.