Fricktal

Zwetschgenbraten oder Gemüse-Ragout: Spital Leuggern bietet neu Lieferdienst an

Eine Mitarbeiterin der Pro Senectute beliefert eine Kundin mit Fertigmahlzeiten. zvg

Eine Mitarbeiterin der Pro Senectute beliefert eine Kundin mit Fertigmahlzeiten. zvg

In den Gemeinden Mettauertal, Gansingen und Schwaderloch bietet das Spital Leuggern neu einen Mahlzeitendienst. Der Leiter Hotellerie ist mit dem Start zufrieden.

Aargauer Zwetschgenbraten oder Gemüse-Ragout an Ingwer-Sauce: Diese Gerichte stehen diese Woche auf dem Menüplan des Mahlzeitendienstes, den das Asana Spital Leuggern seit zwei Wochen anbietet. In knapp zwanzig Gemeinden – darunter Mettauertal, Gansingen und Schwaderloch – werden dreimal wöchentlich ganze Menüs oder einzelne Komponenten in wärme- und kälteresistenten Kunststoffschalen ausgeliefert. «Die Kunden können sie dann im Backofen oder in der Mikrowelle erwärmen», erklärt Roland Bundi, Leiter Hotellerie und Küchenchef des Spitals Leuggern. Die Gerichte seien drei bis fünf Tage haltbar.

In der umgebauten Küche des Spitals sei die moderne Technologie vorhanden, um dieses Angebot zu lancieren, erklärt Bundi. Er sei mit Spitex-Organisationen aus dem Einzugsgebiet in Kontakt, doch das Angebot richte sich an jedermann. «Es hat auch schon eine Firma für einen Mittagstisch angefragt.» Bereits kocht Bundi mehr als 20 Menüs für den Mahlzeitendienst und liefert auch ins Fricktal.

Das neue Angebot sei interessant, sagt Regula Weber, Zentrumsleiterin der Spitex Regio Laufenburg, die selber keinen Mahlzeitendienst mehr anbietet. Man habe das Angebot Ende 2017 eingestellt, da es zu wenig genutzt worden sei, so Weber. Seither empfehle man das Angebot der Pro Senectute, bei dem die Kunden die Mahlzeiten ebenfalls selber wärmen müssen. «Wir machen Wochenlieferungen. Unsere Kunden sind somit flexibel, wann sie die Gerichte wärmen und essen wollen», sagt Barbara Maurer von der Pro Senectute Bezirk Laufenburg. Hergestellt werden die Menüs von der Traitafina. Das Angebot richtet sich an Personen über 60 Jahren, IV-Rentner oder rekonvaleszente Patienten. Reaktionen von Kunden auf das neue Angebot des Asana Spitals Leuggern habe sie bislang nicht erhalten – und sie erwartet auch keine. Pro Senectute biete den Service schon über 20 Jahre an und die Kunden seien zufrieden mit dem Angebot.

Warme Menüs als Alternative

Ein zweiter Ansatz – das Anliefern von fixfertigen warmen Mahlzeiten – ist im Fricktal ebenfalls verbreitet. Wer welche Variante nutze, sei abhängig von den Bedürfnissen, sagt Regula Weber. Für warme Menüs empfiehlt die Spitex Regio Laufenburg das Angebot von Restaurants wie dem Laufenburger «Warteck» oder dem «Landhus» in Gansingen. Auch andere Spitex-Organisationen leiten ihre Kunden an Restaurants oder Organisationen weiter, die einen warmen Mahlzeitendienst anbieten. Johannes Oehler vom Sportzentrum Bustelbach in Stein etwa beliefert regelmässig 30 bis 40 Kunden mit warmen Menüs. «Die meisten von ihnen sind via Spitex zu uns gekommen.»

In Rheinfelden liefert der gemeinnützige Frauenverein warme Essen, die im Spital Rheinfelden zubereitet werden, derzeit an rund 35 Kunden. Diese müssen laut Karin Graf «eine gewisse Hilfsbedürftigkeit aufweisen». Die Spitex Regio Frick ihrerseits arbeitet mit dem Alterszentrum Bruggbach zusammen. Dort werden auch die Menüs zubereitet, die der Verein «Mitenand im Oberen Fricktal» in Bözen, Effingen, Elfingen, Hornussen und Zeihen ausliefert.

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