Rheinfelden

«Zweiblatt» und «Nur so» – nach gutem Start kam die Corona-Flaute

Brigitta Fend hofft, dass bald wieder mehr Kunden in ihren «Unverpackt»-Laden in Rheinfelden kommen.

Brigitta Fend hofft, dass bald wieder mehr Kunden in ihren «Unverpackt»-Laden in Rheinfelden kommen.

Die beiden Läden «Zweiblatt» und «Nur so» in der Rheinfelder Altstadt eröffneten vor einem Monat – trotz gutem Start ist nicht alles rosig. Mit dem Corona-Virus kommen weniger Kunden.

Anfang Februar eröffneten gleich zwei neue Läden, die ihren Fokus auf Nachhaltigkeit legen: «Zweiblatt» am Rumpelgässli und «Nur so... unverpackt einkaufen» an der Geissgasse.

«Zweiblatt» führt ein breites Sortiment an nachhaltigen und fair hergestellten Produkten von Kosmetik- und Hygieneartikeln über Haushaltsartikel bis zu Kleidern. «Wir möchten die Leute zu einem nachhaltigen Konsum inspirieren und zeigen, welche nachhaltigen Produkte es auf dem Markt gibt», sagt ­Geschäftsführer Michael Häner. Brigitta Fend ihrerseits verkauft im «Nur so...» unverpackte ­Lebensmittel wie etwa Reis, ­Linsen, Müesli, Nüsse, Trockenfrüchte oder Gewürze. Die Kunden bringen ihre Gefässe und Behälter selber mit.

Eröffnung ohne grosse Werbeaktionen

Schon vor der Eröffnung des «Zweiblatt»-Ladens verkauften Häner und sein Partner Andreas Lampart die nachhaltigen Produkte in einem Online-Shop und an Märkten. Den Entschluss, einen Laden zu eröffnen, fassten die beiden relativ kurzfristig als sie im November und Dezember an zahlreichen Weihnachtsmärkten waren, wie Michael Häner sagt. ­«Entsprechend starteten wir auch ohne viel Werbung.»

Der erste Monat habe sie nun darin bestätigt, dass «unsere Produkte bei den Kunden ankommen», freut sich der Geschäftsführer. Obwohl man aufgrund der Lage nicht allzu viel Laufkundschaft habe, «sind wir mit dem Start zufrieden. Es macht Spass», betont Michael Häner. In der Ferien- und Fasnachtszeit habe man allerdings festgestellt, dass weniger Kunden gekommen seien.

Auf den guten Start folgt die Corona-Flaute

Auch Brigitta Fend hat beobachtet, dass in den letzten Tagen deutlich weniger Kunden bei ihr eingekauft haben. Sie führt dies jedoch auf den Corona-Virus zurück. «Der Start war sehr gut. Die Müesli, Trockenfrüchte und die verschiedenen Reissorten sind gut gelaufen. Doch mit der Angst vor dem ­Virus begann bei mir die Flaute.» Die Leute würden vermehrt Grosseinkäufe bei Grossverteilern tätigen, sagt sie. Es gebe aber auch Stammkunden, die jeden Tag in den Laden kämen. Die aktuelle Situation mache ihr aber «schon etwas Sorgen, gerade weil ich mich mit meinem Laden noch in der Anfangsphase befinde.»

Sie hoffe nun einfach, dass die Umstände, die sie ohnehin nicht beeinflussen könne, sich bald wieder verbesserten. «Denn ich gehe jeden Tag mit grosser Freude in den Laden», betont Fend. Spezielle Massnahmen habe sie im «Unverpackt»-Laden bislang noch nicht getroffen. «Es liegen noch etwas mehr Handschuhe bereit und ich achte noch intensiver auf die ­Hygienevorschriften», so Fend.

Autor

Marc Fischer

Marc Fischer

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