Kooperation

Zwei statt drei Schulstandorte?

Der Wegenstetter Gemeindeammann Willy Schmid informierte mit den Verantwortlichen über die Zukunft der Schule.

Der Wegenstetter Gemeindeammann Willy Schmid informierte mit den Verantwortlichen über die Zukunft der Schule.

Primarschulen Wegenstetten-Hellikon und Zuzgen planen ihre Zukunft gemeinsam

Durch das Zusammengehen der Kreisschule Wegenstetten-Hellikon (KSWH) und der Primarschule Zuzgen könnte eine stabile Basis für Jahrgangsklassen geschaffen werden. Dieser Meinung sind die Gemeinderäte, Schulleitungen und Schulpflegen der drei Dörfer und arbeiten deshalb gemeinsam an Lösungen. Bei Infoveranstaltungen in Wegenstetten und Zuzgen wurden die Bürger über das Projekt informiert.

Die Entscheidung der Gemeindeversammlung Möhlin, den Schulkreisvertrag Oberstufe zu kündigen, wirkt sich auch auf die Primarschulen in den drei Gemeinden aus. An der KSWH und der Schule Zuzgen sowie in den Gemeinderäten wird nach Lösungen gesucht, wie man die Attraktivität der Standorte und die Qualität der Bildung verbessern kann. Willy Schmid, Gemeindeammann aus Wegenstetten, erklärte auf der Infoveranstaltung in Wegenstetten, dass noch keine Resultate präsentiert werden könnten.

Mindestzahlen nicht erreicht

Der Kanton macht gesetzliche Vorgaben für die Schulstandorte bezüglich der Mindest- und Maximalschülerzahl pro Abteilung sowie zur Mindestgrösse der Schulstandorte, führte Kathrin Hasler, Gemeindeammann von Hellikon, aus. Hasler stellte dar, dass sich die Schülerzahlen in Real- und Sekundarschulen im Tal nur knapp über der Mindestschülerzahl bewegten und der Planungsverband Fricktal Regio festgestellt hatte, dass die Oberstufe Wegenstetten nur als Aussenstelle von Möhlin funktionieren könne.

Hier ist mittlerweile die Entscheidung gefallen, dass weiterhin Abteilungen in Wegenstetten unterrichtet werden (die AZ berichtete). Die Verantwortlichen der Primarschulen gehen nun davon aus, dass die Oberstufe in Wegenstetten künftig mehr Raumbedarf hat. Aber auch ohne OberstufenDiskussion müsste die Zusammenarbeit der Primarschulen KSWH und Zuzgen geregelt werden, da alle drei Gemeinden zu wenig Schüler zur Führung eigenständiger Primarschulen haben, wie die Verantwortlichen erklärten.

Patrick Geiger, Schulleiter der KSWH und der Primarschule in Zuzgen, warnte davor, dass «ohne eine Zusammenarbeit in den Dörfern Zwei- oder Dreijahrgangsklassen unterrichtet werden müssten». Eine Lösung sah er darin, die Primarschul-Räumlichkeiten in Wegenstetten für die geplanten Oberstufen-Abteilungen zu nutzen und die Primarschüler aus Wegenstetten stattdessen auf die Schulhäuser in Hellikon und Zuzgen zu verteilen.

Arbeitsgruppen gebildet

Die daraus entstehenden Vorteile wären, dass immer noch ein sicherer Schulweg und keine baulichen Massnahmen für die Primarschule notwendig würden. In der Schule Zuzgen, die aktuell dreiklassige Abteilungen hat, käme es zu einer besseren Auslastung. Die KSWH hatte 2017/18 auf Jahrgangsklassen umgestellt, allerdings liegt eine Klasse schon unter der Mindestzahl von 15 Schülern. Die Schüler aller Gemeinden zusammen würden eine stabile Basis für Jahrgangsklassen, teilweise mit Parallelklassen, bieten. Der Unterricht in Jahrgangsklassen sei auch für das Lehrpersonal attraktiver. Ein Nachteil sei allerdings, dass nicht alle Schüler die Primarschule im Dorf absolvieren könnten.

Die Details werden noch in Arbeitsgruppen erarbeitet, die sich mit Fragen der Finanzierung, der Klasseneinteilung und deren Verteilung auf die Schulstandorte sowie den Schülertransport beschäftigten. Der Gemeindevertrag soll zu den Gemeindeversammlungen Ende 2018 erstellt sein und bei Annahme zum Schuljahr 2019/20 in Kraft treten.

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