Rheinfelden

Zwei russische Sterne am Fricktaler Konzerthimmel

Trompeter Sergej Nakariakov und PianistinMariaMeerovitch bei ihrem Konzert im Rheinfelder Kurbrunnensaal. – Foto: ari

Trompeter Sergej Nakariakov und PianistinMariaMeerovitch bei ihrem Konzert im Rheinfelder Kurbrunnensaal. – Foto: ari

Zwei Ausnahmekünstler aus Russland verzauberten das Publikum im Rheinfelder Kurbrunnensaal: Startrompeter Sergej Nakariakov und die international renommierte Pianistin Maria Meerovitch konzertierten.

Mit Werken deutscher, französischer und russischer Komponisten aus der Zeit des Barock bis zur Moderne präsentierten Sergej Nakariakov (Trompete) und Maria Meerovitch (Piano) ein glanzvolles Konzert voller Emotionen und immenser Musikalität.

Furios eröffneten sie den Konzertreigen mit dem Präludium in D-Dur aus dem «Wohltemperierten Klavier» von Johann Sebastian Bach (1685–1750).

Stimmungsvoll und wunderbar modelliert stellten sie ihre enorme Fingerfertigkeit, ihre Virtuosität und ihr meisterliches Können unter Beweis. Ein modernes Kontrastprogramm dazu war danach das sphärisch anmutende Capriccio von Vladimir Torchinsky (geboren 1968).

Fast überirdisch schön

Anmutig, sprudelnd und hingebungsvoll schliesslich die Solostücke von Robert Schumann (1810–1856), Franz Liszt (1811–1886) und Franz Schubert (1797–1828), mit denen die Pianistin Maria Meerovitch ein Feuerwerk zündete.

Innig zart, mit in sich wiederholenden Kantilenen, liess sie die Noten der «Arabesque» perlen, vehement und verspielt zugleich der «Valse-Capriccio Nr. 6».

Fast überirdisch schön erklang sodann das bekannte «Ave Maria» von Franz Schubert. Sehr anspruchsvoll das lyrisch-poetische, leidenschaftlich frische «Adagio und Allegro», op. 70, von Robert Schumann, eine grosse Herausforderung für die Trompete.

Ruhig hörten sich hingegen zwei kleine Melodien von Francis Poulenc (1899–1963) an. Ein absolutes Paradestück zum Schluss das bekannte «Le Carnaval de Venise» von Jean Baptiste Arban (1825–1889).

Einfach hinreissend die rasanten Läufe, die verwegenen musikalischen Sprünge, die fulminante Heiterkeit. Wie kleine Kobolde sprangen und tanzten die Melodien. So vollendet hört man dieses Stück selten – das Publikum applaudierte voller Begeisterung.

Viel internationales Renommee

Sergej Nakariakov, 1977 in Nischny Nowgorod geboren, zählt zu den herausragendsten Trompetern der Gegenwart. Bereits mit 12 Jahren gab er sein internationales Debüt. Auf dem Schleswig-Holstein-Festival bekam er drei Jahre später den Prix Davidoff für Nachwuchskünstler.

Er konzertiert weltweit, trat vor einem Jahr beim Silvesterkonzert gemeinsam mit Artisten im Circus Roncalli auf. Nakariakov fasziniert durch sein sensationell schwereloses Tempo und seine atemberaubende Leichtigkeit.

Maria Meerovitch, in St. Petersburg geboren, trat erstmalig im Alter von 8 Jahren mit der St. Petersburger Philharmonie öffentlich auf. Sie gewann viele internationale Wettbewerbe und Preise, besticht durch ihre phänomenale Ausstrahlung und ist als Solistin und mit Orchestern weltweit auf Tourneen.

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