Mumpf/Münchwilen

Zwei Baustellen befinden sich auf der Zielgeraden

Die Sanierung der Kantonsstrasse in Münchwilen läuft nach Plan.

Die Sanierung der Kantonsstrasse in Münchwilen läuft nach Plan.

Anfang 2021 können die Arbeiten an der Kantonsstrasse 292 in Mumpf und Münchwilen abgeschlossen werden.

In Laufenburg ist die Erleichterung gross: Voraussichtlich ab Dezember können Autofahrer – zumindest vorübergehend – wieder über die Basler- und Winterthurerstrasse fahren, ohne an einer Ampel anstehen zu müssen. Gleich zwei weitere Langzeitbaustellen im Fricktal biegen in den kommenden Wochen ebenfalls auf die Zielgeraden ein, beide betreffen die Kantonsstrasse K292.

Im Februar begann die Sanierung der gesamten Ortsdurchfahrt Münchwilen. Neben Belagsarbeiten umfasst das Projekt unter anderem den Einbau einer Einfahrtsbremse beim Dorfeingang von Eiken her, eine Gehwegverbreiterung sowie die Instandstellung der SBB-Brücke. Bisher seien die Arbeiten planmässig vorangeschritten, sagt Simone Britschgi, stellvertretende Leiterin Kommunikation im zuständigen kantonalen Departement Bau, Verkehr und Umwelt. Die nördliche Strassenseite ist demnach saniert und abgeschlossen.

Am östlichen Dorfeingang wurde der Bustelbach auf einer Länge von rund 70 Metern renaturiert. Aktuell laufen die Sanierungsarbeiten an der Brücke über die SBB-Linie. «Diese Arbeiten werden in den kommenden Wochen ab­geschlossen», sagt Britschgi. Anschliessend soll eine weitere Etappe der Belagsarbeiten in Angriff genommen werden, dies zwischen dem östlichen Dorfeingang und der Bachstrasse. «Ziel ist es, diese bis zur Weihnachtspause abzuschliessen», so Britschgi. Die letzte Etappe startet Anfang Jahr. Der Einbau des Deckbelags erfolgt dann im Sommer. «Der Zeitplan kann somit eingehalten werden», sagt Britschgi.

Einige Wochen Verzögerung hat die Sanierung an der K292 in Mumpf. Die Hauptstrasse wird auf einer Länge von rund 1,2 Kilometern ausgebaut und saniert. Unter anderem entsteht ein durchgehender Gehweg. Zusätzlich ersetzt die Gemeinde auf nahezu der ganzen Ausbaulänge die Wasserleitung und passt die öffentliche Beleuchtung an. Die Bauarbeiten begannen im Frühjahr 2019.

Verzögerung wegen der Römerfunde

Die Fertigstellung wäre hier eigentlich im Herbst vorgesehen gewesen – wäre. Denn: Eingebaut ist nun erst die Hälfte des Deckbelags – damit die Markierung noch vor dem Winter angebracht werden kann. «Im nächsten Jahr wird noch die letzte Etappe saniert. Dann kann auch der restliche Deckbelag ein­gebaut werden», sagt Britschgi. Gleichzeitig wird dann der Belag auf rund 700 Metern in Richtung Möhlin bis zum Kreisel Widmatthof erneuert.

Die Verzögerungen «von rund zwei Monaten» hätten sich vor allem durch archäologische Ausgrabungen beim Restaurant Anker ergeben, erklärt Simone Britschgi. In unmittelbarer Nä-he eines bereits bekannten Kleinkastells wurden dort im Sommer 2019 weitere Mauerreste gefunden. Unter anderem die Überreste einer kleinen Badeanlage (die AZ berichtete). Aber auch die umfassenden Leitungsarbeiten des Energiewerks sowie eines Mobilfunkanbieters hätten zu Verzögerungen geführt, sagt Britschgi.

Immerhin: Bei beiden Projekten wird der Kostenrahmen voraussichtlich eingehalten werden können. In Mumpf betragen die Kosten für den Kanton rund 7,2 Millionen Franken, für die Gemeinde fallen zusätzlich 1,4 Millionen Franken an. In Münchwilen belaufen sich die Kosten auf 5,5 Millionen Franken, wovon rund 3,1 Millionen Franken zu Lasten des Kantons gehen.

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