Frick
Zuschauer stiegen am «Heimatabe» mit den Sängern und Sängerinnen in die Berge

Schunkeln, lachen und klatschen: der «Heimatabe» des Bernerchörli und der Theaterfreunde begeisterte.

Ingrid Arndt
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Heimatabe Bernerverein
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Heimatabe Bernerverein Konzert und Theater des Bernerchörli beziehungsweise des Bernervereins in Frick.
Heimatabe Bernerverein
Heimatabe Bernerverein Konzert und Theater des Bernerchörli beziehungsweise des Bernervereins in Frick.
Heimatabe Bernerverein Konzert und Theater des Bernerchörli beziehungsweise des Bernervereins in Frick.
Heimatabe Bernerverein Konzert und Theater des Bernerchörli beziehungsweise des Bernervereins in Frick.

Heimatabe Bernerverein

Ingrid Arndt

Herrlich jodelnd und singend begrüssten die 28 Frauen und Männer des Bernerchörlis Frick unter Leitung von Catherine Gasser am traditionellen «Heimatabe» die Gäste mit dem Motto «Bärnbiet». Stimmungsvoll abgerundet wurde das Konzert vom Örgeli-Einsemble «Echo von Chesterbärg». Das Bernerchörli entstand aus dem 1943 gegründeten Bernerverein, der im nächsten Jahr sein 75-jähriges Jubiläum feiern wird.

Die Zuhörer liessen sich musikalisch auf das Schönste verwöhnen, verweilten mit den Sängerinnen und Sängern in den Bergen, gingen hinauf auf die Alp zum «Trueberbueb und zum Truebermeitschi», waren begeistert von den beiden Jodlerinnen Annemarie und Liesbeth, die mit heller Stimmen von der Liebe erzählten; klatschten und schunkelten mit, als die Schwalben in den Süden flogen, sangen begeistert zu den Klängen der Örgelispieler, als die ins Silbertal zogen.

Anschliessend kamen die Theaterfreunde mit dem Schwank «Die neue Magd von Hinderschache» (Josef Brun) voll auf ihre Kosten. Regie führte Marcel Knoll. Schlitzohrig, kurzweilig und in reinster Berner Mundart ging es auf ein kleines Heimetli zur Familie Göldi. Das Lebensmotto der beiden Göldi- Brüder Kaspar (Walter Schwarz) und Leonz (Thomas Krebs): Arbeit ist für andere da.

Kühe melken und füttern, Ställe ausmisten, Hühner versorgen – ja was denn noch alles? Wenn sich Emilia (Marianne Bernet), Kaspars Eheweib, noch etwas flinker bewegen würde und etwas emsiger wäre, könnte sie auch das noch prima schaffen, finden die beiden Faulpelze. Zeitung lesend und Kaffee trinkend pflegen sie genussvoll ihre bräsige Gemütlichkeit.

Magd soll Bauern Beine machen

Schluss damit, sagt sich die gestresste Emilia, sucht über eine Anzeige eine Magd als Hilfe. Es meldet sich Lina (Hildegard Schwarz), derb und nicht gerade zimperlich, genau die Richtige nach Emilias Geschmack. Denn schlussendlich soll die energische Magd den beiden Bauern bei der Arbeit ordentlich Beine machen. Ungeniert nutzt Lina die Zusage der Bäuerin aus, verteilt ihre Kleider, Spitzenhöschen und den knallroten BH sofort im Zimmer, meint, damit einfach Tatsachen zu schaffen. Nicht mit uns, sagen sich die Göldi-Brüder, denn sie haben sich zwischenzeitlich – und ohne Emilia zu informieren – für die zweite Bewerberin entschieden. Julia (Monika Gasser) ist freundlich, schön und jung, ein Augenschmaus für die beiden Bauern.

Dass die liebliche Julia auch nicht ganz ohne ist, sehen sie nicht. So nehmen die Missverständnisse unaufhaltsam ihren nicht ganz ernst zu nehmenden Lauf und die Ereignisse an Tempo. Am Ende finden die Akteure natürlich noch rechtzeitig die Abzweigung ins Glück.

Die Gäste des «Heimatabe» lachten herzhaft, bedankten sich für den Einakter mit viel Applaus.