Das neue Polizeigebäudes bietet nach dem Umbau des alten Gemeindehauses ansprechende Arbeitsplätze und ein modernes Sicherheitskonzept für die 31 Polizisten. Zur Einweihung des gemeinsamen Postens von Kapo und Repol kam hoher Besuch.

Am Nachmittag war die Bevölkerung zum Tag der offenen Tür in das erst vor rund zwei Monaten bezogene Polizeigebäude eingeladen. Man konnte einen Blick in die neuen Räume und auf die Einsatzfahrzeuge werfen sowie sich über die Arbeit der Kantons- und Regionalpolizei informieren. Auf einen Rundgang durch die gemeinsam genutzte Polizeiwache nahmen Gemeindeammann Daniel Suter, Werner Bertschi, Chef der Repol Oberes Fricktal, und Kapo-Postenleiter Erwin Bhend schon vormittags Landstatthalter Urs Hofmann und Regierungsrat Markus Dieth mit.

Ein Schalter für Repol und Kapo

Nach dem Umzug der Verwaltung in das neue Gemeindehaus konnte das alte Gemeindehaus nach den Bedürfnissen der beiden Polizeiorganisationen umgebaut werden. Kapo und Repol nutzen nicht nur den gleichen Schalter, sondern auch andere Räume wie den Gemeinschaftsraum gemeinsam. Das Polizeigebäude bietet den 31 dort arbeitenden Polizisten modern ausgestattete Arbeitsplätze mit Desk-Sharing. Bhend betonte, dass die Mitarbeiter nach anfänglicher Skepsis keine Probleme damit hätten und gerne in den grossen Büros arbeiteten. Mit modernster Sicherheitstechnik wurde ein dreistufiges Sicherheitskonzept aus öffentlichen, internen und gesicherten Bereichen umgesetzt. Sensible Bereiche werden videoüberwacht und auch der Lift lässt sich nur mit Dienstausweis bedienen. Er verfügt über einen Gewichtssensor, der unbefugtes Betreten anzeigt.

Zur Einweihung spielte im Festzelt die Musikgesellschaft Frick auf. Suter führte aus, dass die Gemeinde 2013 einen Baukredit von 11,98 Millionen Franken für den Gemeindehausneubau und den Umbau des alten Gemeindehauses genehmigt hatte. Davon entfielen 2,99 Millionen Franken auf das neue Polizeigebäude. Weitere 1,3 Millionen fielen für den Mieterausbau an, wovon der Kanton die Hälfte trägt und auch die 21 Gemeinden der Regionalpolizei beteiligt sind.

Viele Dienstleistungen zentral

«Mit den beiden neuen Gebäuden konnten sowohl alle Dienstleitungen der Gemeindeverwaltung als nun auch der Polizei im Oberen Fricktal im Fricker Zentrum konzentriert werden», so Suter, der auch die gemeinsam genutzte IT-Infrastruktur lobte. «Das ist im ganzen Kanton ein Novum, worauf wir in Frick sehr stolz sind.»

Urs Hofmann, Vorsteher des Departements Volkswirtschaft und Inneres, dankte der Gemeinde Frick als Eigentümerin der Liegenschaft für die gute Zusammenarbeit. «Ein Umzug ist ein Stresstest – das gilt für Studenten-WG und Familien und erst recht für ganze Polizeiposten», meinte Hofmann. «Diesen Stresstest haben Kantonspolizei und Regionalpolizei Oberes Fricktal bestanden, und das mit Höchstnote.» Der Ressourcengewinn durch Synergieeffekte käme den Bürgern mit verbesserten Dienstleistungen wie längeren Schalteröffnungszeiten zugute. «Zugleich kann die Polizei ihre Patrouillentätigkeit ausbauen und die Präsenz uniformierter Polizisten im Oberen Fricktal erhöhen, wie es auch der Stossrichtung des Konzepts ‹Kapo 2020› entspricht», erklärte Hofmann.

Als Vorsteher des Departements für Finanzen und Ressourcen freute sich Markus Dieth, das Polizeigebäude zu übergeben. «Die dynamische Entwicklung der Bevölkerung zu einer 24-Stunden-Gesellschaft mit neuen Bedrohungen und neuen Kriminalitätsformen verlangt nach neusten Sicherheitsstandards und moderner Arbeitstechnologie. Diese Erfordernisse konnte man nun mit dem Umbau des alten Gemeindehauses Frick zum neuen Polizeistandort gerecht werden», sagte Dieth.