Möhlin
Zum Schluss war es ein nervenaufreibender Final in der Steinlihalle

Die Fricktaler NLB-Handballer führten gegen Horgen beinahe während des ganzen Spiels – und brauchten am Ende für den 26:25-Sieg doch ein wenig Glück.

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Mischa Wirthlin erzielte gegen Horgen fünf Treffer für den TV Möhlin. mm

Mischa Wirthlin erzielte gegen Horgen fünf Treffer für den TV Möhlin. mm

Michi Mahrer

Die Horgener eröffneten die Partie und stellten auch gleich mit dem ersten Tor ihr bisher sehr erfolgreiches Angriffsspiel zur Schau. Die Zürcher versuchten in der Anfangsphase mit einer offensiven Deckung die Räume für Marcus Hock und Florian Doormann eng zu machen und ihrerseits mit Tempogegenstössen und schnellem Angriffsspiel die Möhliner Defensive in Verlegenheit zu bringen. Beides gelang allerdings nur mit mässigem Erfolg, sodass sich die ersten Minuten der Partie recht ausgeglichen gestalteten.

Ab der sechsten Minute ergriffen die Fricktaler das Spieldiktat und ergatterten sich die Führung, welche sie nun fortlaufend ausbauten. Rok Jelovcan wehrte in der elften Minute einen Siebenmeter der Gäste ab und ermöglichte seinem Team im Gegenzug den Vorsprung auf 10:5 zu erhöhen (14’). Besonders Hock zeigte sich in dieser Startviertelstunde mit fünf der zehn Tore treffsicher.

Unachtsamkeiten vor der Pause

Diese Führung schien aber doch ein wenig zu komfortabel auf die Heimmannschaft zu wirken, denn in der zweiten Hälfte des ersten Durchgangs schlichen sich vor allem in der Verteidigung Unachtsamkeiten ein. Horgen konnte gleich zwei Tore in Folge durch Kreisläuferanspiele erzielen und da Möhlin gleichzeitig die eigenen Abschlüsse nicht verwertete, kamen die Zürcher nach 23 Minuten wieder auf ein Tor an die Heimmannschaft heran (12:11).

Der Möhliner Trainer Zoltan Cordas hatte in der Pause wohl die richtigen Worte gewählt, denn die Fricktaler begannen die zweite Halbzeit schwungvoll und distanzierten den Gegner wieder auf fünf Tore nach nur sechs gespielten Minuten (20:15). Es häuften sich aber dann technische Fehler und Fehlwürfe bei beiden Mannschaften und Möhlin hatte zuweilen Glück, dass Horgen die sich ihnen bietenden Gelegenheiten nicht effizienter nutzte.

In dieser zerfahrenen Spielphase erkämpften sich die Gäste erstmals seit Beginn der Partie den Ausgleich (23:23). In den verbleibenden Minuten zeichnete sich ein regelrechter Schlagabtausch zwischen den Kontrahenten ab. Beide Torhüter entschärften wiederholt Geschosse der Angreifer und die aufkommende Nervosität zeigte sich in der hohen Fehlerquote. Gerade als die Hoffnung auf ein glückliches Ende zu schwinden begann, brachte Karlo Ladan die Möhliner in der 59. Minute in Führung und im direkt darauffolgenden Angriff der Zürcher parierte Jelovcan einen Fernschuss der Gäste.

Schlusssekunden in Überzahl

Als dann die Horgener vierunddreissig Sekunden vor Schluss eine Zweiminutenstrafe kassierten, schien die Partie entschieden. Im vermeintlich letzten Angriff des Spiels, schnappte sich aber ein Zürcher einen Bogenpass der Möhliner aus der Luft und wollte sogleich den Gegenstoss lancieren, um die Partie doch noch auszugleichen. Glücklicherweise konnten die zurückeilenden Möhliner dieses Unterfangen ihrerseits stören, indem Marcus Hock den Ball erhaschen und somit den Sieg festhalten konnte. Obwohl beide Trainer nicht vollends zufrieden sein konnten mit der gezeigten Leistung ihrer Schützlinge, kann sich Möhlin über zwei weitere Punkte freuen und damit den Anschluss an die Spitzenränge in der NLB Tabelle halten. Am kommenden Samstag treffen die Fricktaler dann auswärts auf Steffisburg (16 Uhr). Die Berner liegen in der Tabelle derzeit einen Punkt hinter Möhlin. (az)

Möhlin: Jelovcan/Bamert; Buholzer (1/1), Doormann, Meier (2), Soder (1), Csebits, Trüssel, Hock (10/4), Lang, Ladan (5), Mauron, Wirthlin M. (5), Wirthlin F. (2).