Laufenburg

Zum Jubiläum gibts viel Gebäck für San Giuseppe

Es wird eifrig Brot produziert. Dennis Kalt

Es wird eifrig Brot produziert. Dennis Kalt

Am Wochenende wird das San-Giuseppe-Fest zum 25. Mal gefeiert.

In der Stadthalle duftet es nach frischem Brot. Freiwillige mit Schutzhauben auf dem Kopf kneten Teig in grossen Wannen und bringen ihn kunstvoll in Form. Die Helferinnen backen aus 400 Kilogramm Mehl Brot und sizilianische Dolci mit Mandeln und Feigen. Mit den Backwaren wird heute Freitag der Altar unter einem Himmel aus Brautschleiern für das 25. San-Giuseppe-Fest dekoriert.

Anna Ferrante, Aktuarin der San- Giuseppe-Vereinigung, erwartet zum Fest am Samstag und Sonntag rund 1000 Gäste. «Sizilianer, Apulier und Kalabresen aus der Schweiz, Deutschland und Frankreich werden zu Gast sein.» Stolz ist die San-Giuseppe-Vereinigung darauf, dass ein Priester aus Leonforte der Einladung zur 25. Veranstaltung des Laufenburger Grossanlasses gefolgt ist. Dieser wird die Gaben segnen und an beiden Gottesdiensten in der römisch-katholischen Kirche und der Stadthalle beteiligt sein.

«Als Schutzpatron für Menschen in Not wandten sich Familien mit Fürbitten an ihn und versprachen, einen Altar mit Lebensmitteln aufzubauen und diese Gaben dann mit anderen zu teilen», erklärt Ferrante den Ursprung dieser Tradition, die Zuwanderer aus der sizilianischen Kleinstadt Leonforte in den 1960er-Jahren nach Laufenburg importiert haben. Doch zuerst feierte nur eine Familie in ihrer Stube das Fest, ein paar Jahre später zwei – schliesslich, als sich die Laufenburger Kirche anschloss, institutionalisierte sich das Fest Anfang der 1990er-Jahre zum Grossanlass.

Ein Feuerwerk zu Ehren

Zum 25. San Giuseppe-Fest wird es in diesem Jahr am Samstagabend ein besonders Feuerwerk gegeben, sagt Vorstandsmitglied Raffaele Inveninato. «Am Himmel werden Buchstaben zu sehen sein, die für Viva San Giuseppe stehen.» Zuvor wird im Anschluss an den Gottesdienst die San-GiuseppeStatue aus der Kirche an einer einstündigen Prozession durch die Altstadt zur Stadthalle getragen.

Am Sonntag nach dem Gottesdienst in der Stadthalle folgt die Zeremonie «des heiligen und gemeinsamen Mittagessens». «Für etwa 500 Personen kochen wir in einem Kessel rund 50 Kilogramm Pasta», sagt Ferrante. «Dazu gibt es Kichererbsen und Bohnen.» Zwar seien die Vorbereitungen auch anstrengend, doch die Vorfreude auf ein schönes Fest am Wochenende überwiege bei weitem, so Ferrante.

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