Improvisation
Zum ersten Mal: Das Müli-Theater spielt in Sulz

Zum 20-jährigen Bestehen ist das Müli-Theater Ende Juni zum ersten Mal in Sulz aufgetreten. Das Publikum erlebte einen kurzweiligen Abend mit Musik, Gesang und Theater-Improvisation.

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Spielerinnen improvisierten den Froschkönig.

Spielerinnen improvisierten den Froschkönig.

So kannte das Stammpublikum das Müli-Theater in den letzten Jahren nicht. Während in den vergangenen Aufführungen in der Lochmühle Gansingen 40 Zuschauer dicht gedrängt auf einer Tribüne sassen, verteilten sich bei der jüngsten Darbietung im neuen Event-Lokal von Peter Eichenberger über 80 Gäste an Tischchen, wo auch gegessen und getrunken wurde. Auch die Aufführung brach mit der Tradition. Die Spieler hatten kein Theater-Stück einstudiert, sondern improvisierten aufgrund von Impulsen aus dem Publikum. So machte beispielsweise ein Zuschauer die Vorgabe, dass die Dichterin aus dem hinteren Hindukusch eine Geschichte im Stil von Rosamunde Pilcher vorlesen solle. Unterbrochen wurden die Improvisationen von Liedern aus den bisherigen Produktionen. Über 50 Songs sind in den letzten 20 Jahren entstanden; neun davon kamen zur Aufführung.

Publikum und Spieler waren mit der Ungewissheit nach Sulz gekommen, ob das Bühnenspiel des Müli-Theaters auch im neuen Lokal funktioniert. Nach der Aufführung war man sich einig: Dieser Ort bietet so viel Ambiente, Inspiration und Motivation, dass man sich auf die Theater-Saison 2020 mit dem Stück «Das Wandeln ist des Müllers Lust» freuen darf. (AZ)

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