Fricktal

Zum Coiffeurtermin per Mausklick: Das Fricktaler Gewerbe setzt auf Buchungsplattformen

Immer öfter bieten auch regionale Dienstleister die Möglichkeit an, Termine online zu buchen.

Das Leben goes digital: Das Hotelzimmer, die Ferien am Strand oder der Flug zum City-Shopping lassen sich schon lange online buchen. Nun entdecken aber auch immer mehr Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe in der Region das Internet als Buchungsplattform. Ob Tisch im Restaurant, Kinobillett oder Coiffeurtermin – die Buchung per Computer geht schnell, ist bequem und lässt sich unabhängig von den Öffnungszeiten vornehmen. Drei Beispiele.

Bei Coiffeur Vida in Rheinfelden kann man seit Januar 2018 den nächsten Termin ganz einfach online buchen. In einem ersten Schritt wählt man den Mitarbeiter aus, in einem zweiten die gewünschten Dienstleistungen. Das System rechnet danach den Zeitbedarf aus und zeigt den Endpreis sowie die freien Termine an. Noch rasch Name, Telefonnummer und Mailadresse eignetragen – und schon ist der Termin reserviert.

Das neue Angebot sei bei den Kunden gut angekommen, sagt Daniel Benker. Bereits 30 Prozent der Termine werden heute, ein gutes Jahr nach der Einführung, online gebucht. «Ich bin überzeugt, dass in ein bis zwei Jahren 80 Prozent der Termine und Leistungen online gebucht werden.» Die Kunden schätzten, dass sie 24 Stunden flexibel seien, nicht telefonieren und dabei x Termine checken müssten. «Online ist alles in zwei Minuten zu machen», heisst es bei Coiffeur Vida.

Bereits seit zehn Jahren bietet das Parkresort Rheinfelden die Möglichkeit an, Termine in der Massage-Lounge des sole uno online zu buchen. Auch hier ist das Handling simpel. Man wählt die gewünschte Massage aus, gibt seinen Wunschtermin ein und sieht, ob dieser noch frei ist respektive welche Termine im Umfeld buchbar sind. Man klickt den gewünschten Termin an und bezahlt ihn an der Shop-Kasse. Per Mail kommt die Bestätigung, die man dann an der Badkasse vorweist.

Das Online-Reservierungssystem erfreue sich guter Nachfrage, sagt Sven Malinowski, Betriebsleiter des sole uno. «Zwischen 10 und 15 Prozent der Termine werden mittlerweile durch den Gast selbst gebucht.» Malinowski ist überzeugt, dass der Anteil in Zukunft noch zunehmen wird. «Diese Art von Dienstleistung entspricht immer mehr den Anforderungen der Gäste.» Immer bessere, einfach zu bedienende Systeme und Buchungs- sowie Zahlungssicherheit würden hierbei den Umgang erleichtern.

Ebenfalls bereits viele Erfahrungen mit Online-Buchungssystemen hat Philipp Weiss gesammelt. Er führt zusammen mit Martina Welti Fricks Monti. Die Online-Reservierung von Kinotickets ist bei ihnen seit 1999 möglich, die Online-Buchung seit 2007. Auch hier ist das System simpel. Der Gast registriert sich und kann dann über die Homepage die gewünschte Vorstellung aufrufen. Die Saalübersicht zeigt ihm dann an, welche Plätze noch frei sind. Per Mausklick werden die gewünschten Sitze ausgewählt und die Tickets per Kredit- oder Movie-Card bezahlt. Die Tickets werden dann per Mail zugestellt – zum selber Ausdrucken. Diese bringt man mit und weist sie vor.

15 Prozent mit Print@home

Print@home heisst das System, das auch gut genutzt wird. 15 Prozent der Tickets verkauft Weiss mittlerweile auf diesem Weg, online reserviert werden rund 35 Prozent. Weiss rechnet damit, dass die Nachfrage nach OnlineBuchungen weiter zunehmen wird – «weil die Buchung so bequem ist».

Die Buchungen erfolgen dabei über eine eigene Buchungsplattform. Keine Option ist für Weiss, einen Drittanbieter – so wie es beispielsweise booking.com für Hotelreservationen ist – zuzulassen. Auch können die Tische im Restaurant nur per Mail oder Telefon reserviert werden. «Wir brauchen eine gewisse Flexibilität – gerade auch für grössere Gruppen», so Weiss.

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Autor

Thomas Wehrli

Thomas Wehrli

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