Viele Gruppen der Landschaft waren an der Versammlung der Hochrheinnarrenzünfte vertreten. Auch die beiden Stadtoberhäupter Stadtammann Rudolf Lüscher und sein badischer Amtskollege Bürgermeister Ulrich Krieger waren zugegen. Mit Pauken, Trompeten und lauten Narri-Narro Rufen wurde die Sitzung von Zunftmeister René Leuenberger junior eröffnet, bevor dann sein Vater und Landschaftsvertreter René Leuenberger senior einen geliebten Spruch von Jean Cocteau zitierte: «Die grosse Stärke der Narren ist es, dass sie keine Angst haben, Dummheiten zu sagen.»

Gerade die Städtevertreter an der Fasnacht ein wenig zu foppen gehört in der fünften Jahreszeit zur Tagesordnung und bringt nicht nur den Narren viel Spass. Mit Lüscher und Krieger haben sie aber zwei fasnachtsliebende Oberhäupter an der Spitze und diese sind kein bisschen nachtragend – im Gegenteil, Lüscher lobte die Verbundenheit der beiden Laufenburg: «Die Fasnacht wird jedes Jahr gemeinsam mit viel Verbundenheit, Brauchtum und Fröhlichkeit gefeiert».

Orden für grossen Einsatz

Engagierten Narren ist dieser Erfolg zu verdanken und so schritt Leuenberger senior zusammen mit seinem Stellvertreter Olaf Michel zur Verleihung des Hochrhein-Verdienstordens. «Ohne besonderes Engagement könnte man die Fasnacht in diesem Rahmen nicht gestalten», lobte der Landschaftsvertreter.

Einen Orden für ihren besonderen Einsatz erhielten Raymund Dudek (Tiengen), Joe Keller (Waldshut), Roger Tröndle (Laufenburg/CH), Patrick Lüthy (Laufenburg/DE), Arnulf Burger (Rheinfelden) und die Top-Närrin Dorothea Friedrich. «Die Fasnacht ist knallhart und sie alle haben diese Anerkennung und Würdigung sehr verdient», freute sich Leuenberger senior. Weiter ging es mit den Ehrungen. Eine Urkunde erhielten die beiden 90-jährigen Heinz Uthenwoldt und Walter Michel. Ebenso die Vorgänger der Landschaftsvertretung Peter Wack und Patrick Lüthy sowie Herbert Hermann und der 85-jährige Adolf Bornhauser.

Narrentreffen in Laufenburg

Einen Amtswechsel gab es bei der Versammlung ebenfalls zu vermelden. «Dieser sei aber umso bedeutsamer», betonte der Senior und so folgt in Rheinfelden auf den bisherigen Oberzunftmeister Wilfried Markus, Michael Birlin in sein Amt.

Für das grosse Narrentreffen am 26. und 27. Januar ist bereits schon so einiges geplant und so kündigte Claus Epting, Zunftmeister der Narro-Altfischerzunft, 55 Zünfte und Musiker mit 5500 Hästrägern und 2700 Übernachtungen an. Zum Abschluss der Versammlung stimmten die Narren das Lied von Laufenburg an, bevor das Tambouren-Corps mit einer beeindruckenden Einlage den offiziellen Teil beendete. (SK)