Laufenburg
Zukunftspower: Energie aus Wasserkraft

Energiedienst Holding AG weihte im Geschäftsjahr 2011 das neue Werk in Rheinfelden ein. Der Name Energiedienst steht für die Erzeugung ökologischer Energie: Strom aus Wasserkraft.

Walter Christen
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Umweltfreundliche Stromproduktion im Kraftwerk Rheinfelden. chr

Umweltfreundliche Stromproduktion im Kraftwerk Rheinfelden. chr

Das wird auch in Zukunft das Hauptstandbein des Unternehmens sein, wie an der 104. Generalversammlung der Energiedienst Holding AG in Laufenburg von den Verwaltungs- und Geschäftsleitungsorganen bekräftigt wurde.

Stromabsatz plus 10 Prozent

Der Stromabsatz der Energiedienst-Gruppe belief sich im Geschäftsjahr 2011 auf rund 8,7 Milliarden Kilowattstunden (kWh), was einer Steigerung um 10 Prozent entsprach. Die Gesamtleistung nahm um 14,6 Prozent auf 931,8 Millionen Euro zu. Doch das Unternehmensergebnis lag mit 88,1 Millionen Euro um eine halbe Million Euro leicht tiefer als im Vorjahr.

Die rund 150 an der Tagung beteiligten Aktionärinnen und Aktionäre vertraten über 28 Millionen Aktien und stimmten sämtlichen Anträgen des Verwaltungsrats zu. So einer steuerbefreiten Ausschüttung von Reserven aus Kapitaleinlagen (Agio) von Fr.1.50 je Aktie mit Nennwert von Fr. 0.10. Ebenso genehmigte die Versammlung unter Verwaltungsratspräsident Hans Kuntzemüller den Jahresbericht, die Jahresrechnung 2011 und die konsolidierte Jahresrechnung 2011.

Dem Verwaltungsrat wurde für die Tätigkeit im Geschäftsjahr 2011 Entlastung erteilt. Zum Nachfolger von Christian Buchel, der den Verwaltungsrat der Energiedienst Holding AG auf eigenen Wunsch am 31. Mai 2011 verlassen hatte, wurde André Hurter für die verbleibende Amtszeit gewählt.

Ein Votant meldet sich zu Wort

Er ist Generaldirektor der Services Industriels de Genève (SIG), die Ende Jahr 15,05 Prozent der Aktien von der Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) übernommen hatte. Den verantwortlichen Organen wurde für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2011 Entlastung erteilt und die KPMG AG, Basel, als Revisionsstelle für ein weiteres Jahr gewählt.

Als einziger Votant meldete sich diesmal an der Generalversammlung Professor Leonhard Knoll zu Wort, worauf ein Raunen durch die Reihen der Aktionärinnen und Aktionäre ging.

Denn der aus Deutschland angereiste Inhaber des Lehrstuhls für Bank- und Kreditwirtschaft an der Universität Würzburg ist als Viel- und Langredner bekannt. Doch diesmal hielt er sich kurz, hatte nichts zu tadeln, sondern zollte den Energiedienst-Organen Dank und Anerkennung für ihr Wirken: «Was geschieht mit dem Geld, das künftig reinkommt?», wollte er unter anderem wissen.

Martin Steiger, der Vorsitzende der Geschäftsleitung, konnte versichern, dass das Unternehmen seine Mittel zukunftsgerichtet einsetzen werde. «Aber leider sind alle Standorte für ein grosses Flusswasserkraftwerk, wie wir einen am Rhein in Rheinfelden haben, bereits erschlossen. Wir haben deshalb kleinere Projekte in Vorbereitung, die jedoch zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht spruchreif sind.»

Kraftwerk Rheinfelden am Netz

Der Verwaltungsratsvorsitzende Hans Kuntzemüller ging in seiner präsidialen Ansprache bereits auf das zunehmend schwierigere Umfeld für die Energieproduktion ein. Doch alle dunklen Wolken wurden im Geschäftsjahr 2011 durch ein grosses Ereignis überstrahlt, der Fertigstellung und Einweihung des neuen Flusskraftwerks Rheinfelden. Der Geschäftsleitungsvorsitzende Martin Steiger ging nochmals auf die Höhepunkte ein und hielt fest: «Wir waren alle vom riesigen Erfolg des Tages der offenen Tür im neuen Kraftwerk Rheinfelden überrascht. Jetzt folgt zum Schluss im April noch die behördliche Abnahme des Werks.»

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