Laufenburg
Zu wenig Einnahmen – Restaurant Castillo schliesst bereits am Sonntag

Der Bezirkshauptort verliert ein weiteres Restaurant. Das «Castillo» schliesst seine Türen. Bereits gibt es jedoch erste Kontakte mit möglichen Nachfolgern. Zum Abschluss gibt es am letzten Tag ein Buffet mit indischen und mexikanischen Spezialitäten.

Marc Fischer
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Restaurant Castillo

Restaurant Castillo

FRI

Mexikanische Fajitas und Quesadillas, aber auch Pizze und indische Buffets: Seit sechs Jahren wirtete Asif Iqbal im Restaurant Castillo in Laufenburg und setzte dabei auf exotische Küche.

Damit ist am kommenden Sonntag Schluss. Das «Castillo» direkt beim Burgmatt-Parkplatz am Eingang zur Laufenburger Altstadt schliesst seine Türen.

«Das Geschäft ist nicht mehr gut genug gelaufen», sagt Geschäftsführer Asif Iqbal. «Wir hatten grosse Umsatz-Schwankungen.» Das bestätigt auch Silvia Blaser. Sie verwaltet die Liegenschaft und führt im Obergeschoss das Hotel Bahnhof garni. «Das ‹Castillo› erwirtschaftete zu wenig Einnahmen.» Und auch wenn die Schliessung nun kurzfristig kommuniziert werde, «haben wir darüber schon seit längerem diskutiert. Wir wollten jedoch verhindern, dass mit einer frühzeitigen Ankündigung weitere Gäste ausbleiben.»

Im Sommer habe das Restaurant Castillo zudem jeweils auch von der grossen Gartenwirtschaft profitiert, so Blaser. «Diese Einnahmen fehlen im Winter. Deshalb ist jetzt auch der richtige Zeitpunkt für die Schliessung.»

Nachfolger gesucht

Damit ist auch klar, dass das «Castillo», anders als angekündigt, nicht mehr an den diesjährigen Laufenburger «Habsburgerwochen» teilnehmen wird. Diese beginnen am kommenden Samstag. «Ich habe dies den Verantwortlichen bereits mitgeteilt», so Blaser. Offen ist dagegen derzeit, wie es mit dem Restaurant weitergeht. «Unser Ziel ist es, dass wir einen Nachfolger für das Restaurant finden», so Silvia Blaser. Erste Interessenten gebe es bereits, und auch erste Gespräche hätten schon stattgefunden. Vorerst bleibe das Restaurant aber geschlossen.

Sie sei für Konzepte aller Art offen, sagt Blaser. «Derzeit schwebt mir aber am ehesten Schweizer Küche vor.» Doch auch andere Ideen, wie etwa gehobene Küche, seien denkbar. Klar ist für Blaser, dass sich der künftige Wirt «mit Leib und Seele» für sein Restaurant einsetzen müsse. «Mit der Grenznähe sind die Rahmenbedingungen ohnehin schwierig, da muss sonst jedes Detail stimmen, um erfolgreich zu sein.»

Hotelbetrieb läuft weiter

Von der Schliessung des Restaurants nicht tangiert ist der Betrieb des Hotels garni. «Hier läuft alles wie gewohnt weiter», so Blaser. In den kommenden Wintermonaten werde sie einzig wieder mehr Dauermieter beherbergen als im Sommer, wenn mehr Touristen in Laufenburg unterwegs sind.

Im Rahmen des Projektes der Ortsbürger in den angrenzenden Grimmer-Liegenschaften war angetönt worden, dass allenfalls auch die gesamte Liegenschaft «Hotel Bahnhof» demnächst saniert werde. Ob und wann diese Sanierung stattfinde, sei noch offen «und hängt auch von der Nachfolgelösung ab», so Blaser.

Buffet zum Abschluss

Auch Asif Iqbal hat noch keine fixen Zukunftspläne. «Ich werde mir einen Job suchen und voraussichtlich nicht mehr selbstständig ein Restaurant führen», sagt er.

Trotz des abrupten Endes habe er in Laufenburg «eine gute Zeit verbracht», viel gelernt und werde vieles vermissen. Deshalb möchte er sich von seinen Gästen auch gebührend verabschieden. «Am Samstag bieten wir zum Abschluss den ganzen Tag ein Buffet mit indischen und mexikanischen Spezialitäten an.»