Oberhof

Zu viel Wind bei der Montage des Windmessmastes

Der Windmessmast bei Oberhof im Fricktal

Der Windmessmast bei Oberhof im Fricktal

Die Montage des Windmessmastes in Oberhof verlief bis gestern nach Plan, danach musste die Arbeit aufgrund des starken Windes unterbrochen werden. Der Mast im Endausbau wird rund ein Jahr lang die Windverhältnisse für ein Windrad messen.

Element um Element wird der Windmessmast im Gebiet Mühlacher, auf der kleinen Hochebene zwischen Kienberg SO und der Fricktaler Gemeinde Oberhof, zusammengesetzt. Ein Team von drei routinierten Industriekletterern der Firma Airwerk aus Deutschland montiert den Gitterturm oberhalb von Kienberg.

Auf über 50 Metern angelangt

Bereits hat die Spezialequipe beim Zusammenbau des Mastes eine Höhe von über 50 Metern erreicht. Alles verlief in den ersten Tagen nach Plan, doch gestern Dienstag musste die Montagearbeit am Nachmittag unterbrochen werden: «Wir hatten zu viel Wind, nämlich 14 Meter pro Sekunde. Das sind etwa 50 Stundenkilometer - zu gefährlich für unsere Tätigkeit. Wir dürfen nur bis maximal 10 km/h in solchen Höhen arbeiten», erfuhr die az Aargauer Zeitung von Andreas Maliszewski, dem für die Sicherheit zuständigen Airwerk-Mitarbeiter.

«Wenn das Wetter mitspielt, werden die Bau- und Montagearbeiten in rund 10 Tagen abgeschlossen sein. Da die geologischen Verhältnisse gut sind, konnten die Bodenverankerungen ohne Einsatz von Beton und nur mit dem Aushubmaterial befestigt werden», war vom Kienberger Gemeindepräsidenten Christian Schneider zu erfahren: «Der Messmast wird mindestens ein Jahr lang die Windverhältnisse aufzeichnen.» Denn dort oben ist der Bau von fünf Windenergieanlagen (Windrädern) geplant, zwei davon im Gemeindebann von Oberhof, im Gebiet Burgfluh.

Auf verschiedenen Höhen erfolgt die Messung von Windgeschwindigkeit, Windrichtung, Temperatur und Feuchtigkeit. Sowohl für den Betrieb der Messgeräte als auch für das Flug-Sicherheitslicht an der Mastspitze ist eine Stromversorgung notwendig. Diese wird über Solarzellen und Akkus sichergestellt, die am Mast montiert werden. Die Daten werden zweimal täglich via GSM- beziehungsweise Mobiltelefonsender an die Zentrale übermittelt. Die ganze Einrichtung, die auf rund 100 000 Franken zu stehen kommt, gibt dann Aufschluss über die zu erwartende Stromproduktion der geplanten Windkraftanlage.

Betrieb durch Windpark Burg AG

Nach Angaben von Gemeindepräsident Christian Schneider erhält die am 5. April dieses Jahres gegründete Betriebsgesellschaft, die Windpark Burg AG mit Sitz in Kienberg, monatlich einen Bericht und die Daten der Messanlage. «Erste Resultate liegen dann vielleicht schon in einem halben Jahr vor», wie er sagte.

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