Der Auftrag für die Beobachtung der Tempo-30-Zone kam vom Gemeinderat. Das Gerät registriert während einer Woche die Anzahl Fahrzeuge, die vorbei fahren, misst ihre Geschwindigkeit, ihre Länge und erfasst, ob es ein Fahrzeug mit vier oder nur mit zwei Rädern ist.

Die erhobenen Daten werden danach als Statistik an den Gemeinderat geschickt. Abhängig vom Rapport entscheidet dieser dann, ob an dieser Stelle Geschwindigkeitskontrollen zum Einsatz kommen sollen. Das Verkehrsstatistikgerät macht noch keine Fotos und führt deswegen noch zu keinen Bussen.

Michael Schoch von der Regionalpolizei hat das entsprechende Gerät montiert. Im Kasten befinden sich zwei Batterien, die etwa Motorrad-Batterien entsprechen und die Stromversorgung gewährleisten. Das eigentliche Gerät, das die Daten mittels Radarwellen erfasst und später via Bluetooth an den Computer weiterleitet, ist kleiner als eine der Batterien. Es ist nicht geeicht, sondern muss vom montierenden Polizisten möglichst genau ausgerichtet werden.

Routiniert beim Montieren

Eine Kontrollfahrt, entweder von einer Patrouille der Polizei oder vom nächsten, zufällig vorbeifahrenden Fahrzeug, gibt Auskunft darüber, ob der Kasten noch etwas gedreht werden muss. Dafür hat Michael Schoch eine Tabelle bei sich, die zeigt, welche Fahrzeugtypen wie lange sind. Das erste Auto, das am Kontrollpunkt vorbeifährt, ist ein VW Tiguan. Das Gerät zeigt an, das Fahrzeug messe 3,8 Meter, laut Tabelle der korrekte Wert. Dank seiner Routine hat Michael Schoch das Gerät auf Anhieb ideal montiert. Er erklärt: «Anfangs wirft man noch den einen oder anderen Kontrollblick in die Anleitung, aber mit der Zeit braucht man sie immer weniger.»

Eine Software auf dem Computer empfängt die Daten und fasst sie zu einem Diagramm zusammen. Die gleiche Software kann auch Daten vom bekannten «Speedy» erfassen, der Tafel, die das Tempo anzeigt und ein Smiley einblendet, das je nach Geschwindigkeit entweder lächelt oder traurig ist.