Laufenburg
Zivilstandsamt und Gästehaus: So geht es mit dem Grimmer-Areal weiter

Die Pläne für Grimmer-Areal werden konkret. Die Ortsbürger entscheiden über einen Projektierungskredit für eine Tiefgarage.

Marc Fischer
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Blick auf die Grimmermatte in Laufenburg. Die beiden Liegenschaften rechts sollen nun saniert werden. Das Gästehaus ist im gelben Gebäude geplant.

Blick auf die Grimmermatte in Laufenburg. Die beiden Liegenschaften rechts sollen nun saniert werden. Das Gästehaus ist im gelben Gebäude geplant.

Marc Fischer

Für knapp eine Million Franken haben die Laufenburger Ortsbürger im Frühling 2014 die Grimmermatte und die Grimmer-Liegenschaften gekauft. Das Areal ist Teil des Schlossbergensembles und wird von Stützmauern und Türmchen der Stadtbefestigung begrenzt. Nun wird deutlich, wie die Liegenschaften künftig genutzt werden sollen. An der Ortsbürgergemeindeversammlung vom 12. Juni werden die Ortsbürger im Detail orientiert.

Nachdem die Ortsbürger an der letzten Versammlung einen Kredit zur Projektierung der Nutzung und der Sanierungen in der Höhe von 150 000 Franken gesprochen haben, liegen nun Ergebnisse vor. Die beiden bestehenden Wohnliegenschaften sollen saniert werden. «In einer möchten wir das Zivilstandsamt und Wohnungen einrichten», sagt der Laufenburger Vizeammann Meinrad Schraner und verweist darauf, dass die Lage ideal sei für Heirats-Events. In der anderen solle ein Gästehaus mit neun Zimmern entstehen, so Schraner weiter. Die bestehenden vier Garagen sollen dagegen abgerissen werden.

Nutzungs-Mix überzeugte

Drei Architekturbüros seien eingeladenen worden, die technische Machbarkeit der Nutzungen zu prüfen, führt Schraner weiter aus. «Bemerkenswert ist, dass alle drei Büros zum gleichen Ergebnis kamen. Sie haben den gleichen Nutzungs-Mix vorgeschlagen.» Daraufhin haben Fachexperten und das sechsköpfige Projektteam die Studien beurteilt – und auch hier fiel der Entscheid einstimmig. Auch die Ortsbürgerkommission und der Gemeinderat stehen hinter der Idee. «Das Projekt wertet den historischen Platz zwischen Schlossberg und Wasenturm zusätzlich auf», betont Schraner. «Überzeugend am Nutzungs-Mix ist nebst dem grossen Potenzial für die Gemeinde ein managebares Betriebskosten-Risiko.» Derzeit wird am Businessplan und am Betriebskonzept gearbeitet.

Tiefgarage soll projektiert werden

An der bevorstehenden Ortsbürgergemeindeversammlung ist erst eine Information über die Sanierung und die künftige Nutzung der Grimmer-Liegenschaften traktandiert. «Wir präsentieren der Versammlung, wie der Betrieb der neuen Nutzung organisiert werden muss», so Schraner. Weiter werde man darlegen, was der Neubau und der Betrieb kosten und welche weiteren Services wie etwa Marketing oder Zusammenarbeit mit dem Tourismus erforderlich seien. «Ziel ist es, den Baukredit im November zu beantragen», so Schraner.

Bereits zur Abstimmung vorgelegt wird den Ortsbürgern dagegen ein Projektierungskredit in der Höhe von 85 000 Franken für eine Tiefgarage mit rund 30 Plätzen unter der Grimmermatte. Diese würde den künftigen Nutzungs-Mix weiter aufwerten, ist Schraner überzeugt. Und: «Nebst dem Eigenbedarf schaffen wir damit ein zusätzliches Parkplatzangebot in der Gemeinde.» Für das Projekt Tiefgarage sei man auch in engem Kontakt mit dem Nachbarn. «Hier zeichnen sich Synergien ab, die für alle Beteiligten und die Gemeinde einen Mehrwert generieren können», so Schraner.

Ortsbürgergemeindeversammlung: Montag, 12. Juni, Aula Schulhaus Burgmatt.

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