Jurapark Aargau
Zertifikat erhalten: Schon 115 Regionalprodukte sind original «Jurapark»

13 Produzenten mit 115 Regionalprodukten haben den Zertifizierungsausweis von Jurapark Aargau erhalten. Das sind dies vor allem Lebensmittel, beispielsweise das Juraparkbrot oder Fleischwaren von einem Metzger.

Peter Bircher
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Die Leiterin der Geschäftsstelle, Christine Neff, erläutert die geplanten Projekte für das kommende Jahr. bi

Die Leiterin der Geschäftsstelle, Christine Neff, erläutert die geplanten Projekte für das kommende Jahr. bi

Der Jurapark Aargau ist gut in Fahrt. Der Vorstand und das Team der Geschäftsstelle konnten an der Vereinsversammlung im Mettauertaler Ortsteil Hottwil eine umfangreiche, sachkundige und stark projektbezogene Arbeit präsentieren.

In einer Vorrunde bestand die Gelegenheit, das neue Gästehaus Flösser zu besichtigen. Wie Geri Keller Sachwalter für das Gästehaus und Wirt im Gasthaus Bären darstellen konnte, ist die bisherige Auslastung sehr erfreulich. Für Schulklassen, Vereine, Seminare und Wandergruppen stehen die Türen offen. Das geräumige Haus kann nötigenfalls auch in Kombination mit der Turnhalle genutzt werden.

Gemeinde vorgestellt

Seit sieben Jahren gibt es keine Dorfschule mehr und eine sinnvolle Weiternutzung der Räume ist so gegeben, was auch Gemeindeammann Peter Weber als zukunftsweisend bestätigte. Zur Gemeinde Mettauertal betonte er, dass weiterhin günstiges Bauland angeboten werden könne. Zudem weise das Tal beachtliche 800 Arbeitsplätze in allen Sektoren aus und gegen 60 Vereine böten ein breites Feld für die Freizeitgestaltung.

13 Produzenten zertifiziert

Mittlerweile sind 13 Produzenten und 115 Produkte vom Jurapark Aargau zertifiziert worden. Es sind dies: Priska und Willi Neuhaus, Wil; Christine und Hans Amsler, Bözen; Astrid und Joe Bründler, Wittnau; Petra und Peter Zimmermann, Oberflachs; Helen und Herbert Schmid, Wittnau; Sibylle und Peter Büchli, Effingen; Corina und Marcel Weiss, Sulz; Doris und Peter Heuberger, Bözen; Sonja und Konrad Zimmermann, Oberflachs; Adolf Tschudi, Wittnau und sieben weitere Bäcker; Käserei im Jurapark, Densbüren; Obstproduzenten Fricktal, Wölflinswil und der Verein Bio-Hochstamm Fricktal, Gipf-Oberfrick. (az)

Vereinspräsident Thomas Vetter – auch er wohnt in der Gemeinde Mettauertal – konnte die 21. Mitgliederversammlung des Trägervereins «dreiklang.ch Aare-Jura-Rhein» mit einem durchschlagenden Erfolgsprojekt garnieren: 13 Produzenten können heute 115 Regionalprodukte anbieten. Sie haben den Zertifizierungsausweis des Jurapark Aargau erhalten. Es sind dies vor allem Lebensmittel, worunter beispielsweise das Juraparkbrot zu finden ist oder die Fleischwaren von Willy und Priska Neuhaus, Wil, welche gleich im Anschluss an die Versammlung einen Degustiertisch der besten Qualität vorzeigen konnten.

Man will vermehrt wissen, was woher kommt und ein erster Ökologiegrundsatz ist, dass nicht ohne Not Lebensmittel über alle Kontinente herumgekarrt werden sollten. Dem pflichten auch alle Naturfreunde bei der Erhaltung der Hochstammobstbäume bei und doch ist deren Bestand weiterhin gefährdet.

Es fehle nach Meinung von Kirschenbauern ein positives Marktsignal. Man ist hier von einem fairen Produktepreis weit entfernt. Das mit einer grösseren Gruppe von Gemeinden und der Regionalplanung Fricktal lancierte Projekt «Hochstammbeobachter» steht am Anfang. Zu hoffen ist, wie Anna Bühler von der Geschäftsstelle ausführte, dass einige mutige Vorzeigeprojekte sich durchzusetzen vermögen.

21 Landschaftsführer im Einsatz

Christine Neff, Leiterin der Geschäftsstelle, konnte auf die geplante Auslichtung von Föhrenwälder hinweisen, deren Besonderheit im Park unbedingt erhalten werden muss. Weiter geht es in vielen Projekten um den Lebensraum seltener Tiere und Pflanzen.

In der Aktion «Trockenmauern» wurden beim Schloss Kasteln 165 Quadratmeter saniert oder neu erstellt. In drei Gemeinden stellt der Jurapark für 91 Hektaren – vorwiegend bei Baumgärten – die Bewirtschaftungsbeiträge sicher. Schliesslich konnte der zweite Ausbildungskurs für Landschaftsführer abgeschlossen werden, sodass heute 21 Frauen und Männer für Exkursionen und Anlässe aller Art im Jurapark für Führungen bereit sind.

Geld für 23 Projekte

Petra Bachmann stellte das Programm «Artenreiche Rebberge» vor. Weiter konnte von der Geschäftsleitung auf den naturnahen Tourismus hingewiesen werden, welcher im Aargauer Jura zunehmend Interesse findet. Rund 2500 Personen haben dieses Jahr an Exkursionen und Veranstaltungen aller Art teilgenommen. Besonderes Interesse fand das Juraparkfest in Wegenstetten und die Weinwanderung im Raume Bözen. Das Juraparkfest wird 2014 am 1. Juni in Wölflinswil im Rahmen der Natur- und Kulturwoche stattfinden.

Das Budget 2014 wurde von Alessandro Ferrugia erläutert und zeigte auf, dass rund zwei Drittel der Ausgaben in 23 Projekte fliessen werden. Das weitere Drittel wird vom Parkmanagement beansprucht und von Kommunikation und Marketing. Rund die Hälfte der Einnahmen steuert der Bund bei, ein Viertel die Kantone Aargau und Solothurn und den Rest die Parkträgerschaft. Die 29 Mitgliedgemeinden erbringen ihren Beitrag mit dem «Jurafünfliber» pro Einwohner und Jahr. Zur Kommunikation konnte Marion Sinniger das nun definitiv eingeführte, sanft angepasste neue Logo vorstellen und die gesamte Werbepalette im neuen Kleid.