Herznach/Frick

Zentrum für den Jurapark: Die beiden Gemeinden sind die Favoriten von Tourimusstudenten

22 Studierende geben den Juraparkverantwortlichen eine Aussensicht auf ihr Angebot.

22 Studierende geben den Juraparkverantwortlichen eine Aussensicht auf ihr Angebot.

Herznach und Frick werden von Bündner Studierenden als Zentrum für den Aargauer Naturpark favorisiert. Die Realisierung ist mittel- bis langfristig geplant.

Im letzten Herbst kamen 22 Studierende der Höheren Fachschule für Tourismus Graubünden im Rahmen eines Intensivseminars für eine Woche in den Jurapark Aargau. Sie befassten sich mit Fragestellungen, die der touristischen Weiterentwicklung des Juraparks dienen sollen.

Durch die Studenten erhalte man eine «willkommene und wertvolle Aussensicht», sagte damals Markus Schmid, stellvertretender Geschäftsleiter des Juraparks Aargau. Mittlerweile haben die Studenten ihre Seminararbeiten, die sie im Nachgang zum Aufenthalt im Jurapark verfasst haben, eingereicht und auch der Jurapark hat die Resultate erhalten.

Eine der Arbeiten befasst sich mit dem Grobkonzept für ein Naturparkzentrum im Jurapark Aargau. Dieses könnte dereinst als erste Anlaufstelle für Gäste und Besucher dienen, um sich über den Park informieren zu lassen.

Neben Interviews mit Leitern von anderen Parkzentren führten die Studenten eine Nutzwertanalyse durch, um geeignete Standorte für ein künftiges Parkzentrum zu ermitteln.

Zusammenarbeit mit dem Sauriermuseum ist eine Option

Herznach und Frick – die Gemeinde ist derzeit erst offizielle Kandidatin, der Souverän muss an der nächsten Gemeindeversammlung dem Beitritt noch zustimmen – erfüllten die Kriterien zentrale Lage, Erreichbarkeit mit öffentlichem Verkehr und Privatfahrzeugen, Parkplätze am besten, heisst es in der Arbeit. Bauzonen für allfällige Neubauten seien darin berücksichtigt.

Als Option wird etwa eine Kooperation mit dem Sauriermuseum Frick genannt. Innovativ ist eine weitere Idee: ein mobiles Parkzentrum. Dieses könnte durch den Park touren, zur Anlaufstelle für Besucher werden und dabei gleichzeitig regionale Produkte ausstellen und verkaufen.

Seitens des Juraparks Aargau «ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht klar, welcher Standort am geeignetsten wäre», wie Lea Reusser, Projektleiterin Naturnaher Tourismus, sagt. Synergien zu prüfen mache in jedem Fall Sinn.

Die Standorte, die von den Studenten geprüft wurden, seien jedoch etwas fricktal-zentriert gewesen. Man habe die Arbeit der Studenten als Chance für einen Aussenblick gesehen, betont Reusser. Mit der Änderung des Parkperimeters ab 2022 ergäben sich neue Perspektiven für die mittel- bis langfristig geplante Umsetzung eines Naturparkzentrums.

Künftig mehr Familienangebote?

Eine andere Studentengruppe befasste sich mit dem Angebotsportfolio des Juraparks Aargau. Gewisse Ergebnisse aus der Online-Befragung der Studenten – etwa der Wunsch nach mehr Angeboten für Familien mit Kindern und mehr Angeboten mit Übernachtungen – werde man gerne prüfend aufnehmen und in die weitere Angebotsgestaltung einliessen lassen, so Lea Reusser.

Sie weist dabei allerdings auch darauf hin, dass der Jurapark oft Angebote gemeinsam mit Partnern entwickelt und der Einfluss deshalb teilweise beschränkt ist.

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Autor

Marc Fischer

Marc Fischer

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