Zeihen
Gemeinderat will Flickenteppich für 3,58 Millionen Franken sanieren lassen

Wird der Millionenkredit vom Souverän bewilligt, soll es mit der Sanierung der Oberzeiherstrasse im zweiten Halbjahr 2022 losgehen. Die Bauzeit nimmt rund zwölf Monate in Anspruch. Abstimmen muss die Gemeindeversammlung weiter über eine Erhöhung der Entschädigung für den Gemeindeammann.

Dennis Kalt
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Die Oberzeiherstrasse befindet sich in einem dürftigen Zustand und soll saniert werden.

Die Oberzeiherstrasse befindet sich in einem dürftigen Zustand und soll saniert werden.

Dennis Kalt / Aargauer Zeitung

Risse, Löcher und Belagsflicken, dazu ramponierte Randabschlüsse – die Oberzeiherstrasse befindet sich in einem desolaten Zustand. Die Instandstellung hat der Zeiher Gemeinderat schon lange geplant. Doch immer wieder musste er diese der hohen Kosten wegen hinausschieben. Nun hat das Hinausschieben ein Ende. An der Gemeindeversammlung vom 26. November beantragt der Gemeinderat einen Kredit über 3,58 Millionen Franken, mit dem der Belag erneuert, die Wasserleitung ersetzt und ein Leerrohr für die Elektra verlegt werden soll.

Sanierung auf einer Länge von 1250 Metern

Das Bauprojekt soll im ersten Halbjahr 2022 – die Kreditgenehmigung vorausgesetzt – öffentlich aufgelegt werden. Mit den Bauarbeiten könne voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2022 begonnen werden. Der Gemeinderat rechnet mit einer Bauzeit von rund zwölf Monaten. In der Botschaft zur Gemeindeversammlung heisst es hierzu:

«Die Bauzeit dürfte eine Herausforderung werden, da die Grabarbeiten den Verkehr in der Oberzeiherstrasse stark beeinträchtigen.»

Die Strassensanierung betrifft den 1250 Meter langen Abschnitt von der Einmündung der Dorfstrasse beim Volg bis zur Kapelle in Oberzeihen. Die Strasse soll wie bisher eine Fahrbahnbreite von 5,50 Metern aufweisen. Ersetzt werden sollen die Randabschlüsse aufgrund ihres schlechten Zustands innerhalb des Baugebiets, ausserhalb jedoch nur im Bereich der Vorplätze.

Da die Strasse etwas verschoben werde, müssten innerhalb des Baugebiets mehrere Einlaufschächte abgebrochen und neu erstellt werden. Die sei auch bei verschiedenen Privatparzellen nötig. Zudem müssten Vorplätze angepasst werden. Ausserhalb des Baugebiets werde das Strassenabwasser wie heute im angrenzenden Wiesland versickert.

Bis zu der Baugebietsgrenze – Oberzeihenstrasse 26 – sieht das Projekt vor, auf der Westseite der Fahrbahn einen durchgehenden Gehweg zu errichten. Grösstenteils soll der Gehweg zwei Meter in der Breite messen. Auf der Höhe der Liegenschaft an der Oberzeiherstrasse 14 – so heisst es in der Botschaft – könne die Norm von 1,50 Meter wegen einer Stützmauer nicht eingehalten werden. Deshalb werde dort der Gehweg lediglich mit einer Breite von 90 Zentimetern realisiert.

3000 Franken mehr für den Gemeindeammann

Neben dem Millionenkredit steht unter anderem die Festlegung der Jahresentschädigungen des Gemeinderates auf der Traktandenliste. Während die Ansätze des Vizeammanns mit 12'000 und die der Gemeinderäte mit je 10'000 Franken unverändert bleiben, soll die Pauschale für den Gemeindeammann von 15'000 auf 18'000 Franken angehoben werden.

Der Gemeindeammann habe zusätzliche Führungsaufgaben wahrzunehmen, die eine zeitliche Mehrbelastung zur Folge hätten und Flexibilität erforderten. Sein Pensum bewege sich zwischen 20 und 30 Stellenprozent, heisst es in der Botschaft. Und weiter:

«Ein Vergleich mit ähnlich grossen Gemeinden im Kanton zeigt, dass die Pauschalsätze der Gemeinde Zeihen insbesondere für den Gemeindeammann nach wie vor unterdurchschnittlich sind.»

Mit der Erhöhung auf 18'000 Franken könne die Differenz zum Durchschnittswert von 19'200 Franken deutlich reduziert werden.

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