Rheinfelden
Zähringer stürmen schon bald die Stadt zum vierten Narrentreffen

Im Handstreich lässt sich eine Mammutveranstaltung wie das Zähringer Narrentreffen nicht ausführen, vielmehr gab es eine intensive Vorbereitungszeit, nachdem vor vier Jahren die Idee geboren war.

Peter Rombach
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Ein robuster Wappentisch der Zähringerstädte ziert den Innenhof des Rheinfelder Rathauses. Fotos: ach

Ein robuster Wappentisch der Zähringerstädte ziert den Innenhof des Rheinfelder Rathauses. Fotos: ach

Nun sind die Details geklärt, letzte Absprachen im Gange. Am Wochenende des 26. und 27. Februar rücken närrische und politische Delegationen aus den Zähringerstädten in Rheinfelden ein.

Dass alle Originelles, Historisches und Lustiges erleben, das garantiert das OK unter dem Präsidium von Stadträtin Béa Bieber. Mit Simon Hentschel (Werbung, Rahmenprogramm und Guggekonzert), Thomas Freymond (Finanzen), Sarah Keller (Aktuariat, Schriftverkehr) und Christian Pélaez (Beisitzer) hatte sie ein schlagkräftige, ideenreiche Truppe formiert. Auf dieser Basis konnte René Chenaux, Präsident der Fasnachtsgesellschaft (FGR), zufrieden sein. «In diesem Jahr haben wir mit zwei grossartigen Höhepunkten eine ganz spezielle Fasnacht», schwärmte er an der Präsentation des Programms.

Die OK-Leute sind zu Recht stolz, erstmals in Rheinfelden ein Zähringer Narrentreffen ausrichten zu dürfen. Béa Bieber: «Wir betreiben einen riesigen Aufwand, die Messlatte liegt sehr hoch.» Vieles sei nur dank der Unterstützung der Stadt und eines stattlichen Sponsorenkreises zu leisten, verdeutlichte die OK-Chefin,

Die Altstadt wird zur närrischen Festmeile umfunktioniert. Offizielle Eröffnung des Narrentreffens ist am Samstag, 26. Februar, um 17.12 Uhr bei der Schifflände mit einem «Urknall». Von 18 Uhr an soll eine spezielle Festbeleuchtung die Marktgasse erhellen und spezielle Lichteffekte garantieren.

Die Enthüllung von Frau Fasnacht gibts auf dem Albrechtsplatz. Um 19.12 Uhr starten auf vier Bühnen lautstarke Guggekonzerte, bestritten von rund 40 Gruppen. Um 23.12 Uhr formiert sich ein Fackelumzug durch die total verdunkelte Altstadt. Dass zu einem Zähringer Narrentreffen eine Freinacht gehört, ist nicht von der Hand zu weisen.

Der Sonntag beschert eine enorme logistische Herausforderung, denn die FGR erwartet gegen 3000 aktive Fasnächtler aus den Zähringerstädten und der näheren Umgebung. Ein Novum bildet der für 9.30 Uhr in der Stadtkirche St. Martin angesetzte ökumenische Narrengottesdienst. Schon vorher steht im Bahnhofsaal ein von den Pfadis organisiertes Frühstücksbuffet für all jene Fasnächtler bereit, die nachts das Zähringerstädtchen nicht verlassen haben und dringend Wegzehrung benötigen.

Auf dem Zähringerplatz – im Bereich der Narrenmeile soll er eine Art Zentrumsfunktion übernehmen – darf Narrensuppe gelöffelt werden. Im Rathaus ist um 11 Uhr der offizielle Empfang für die Delegationen aus den Zähringerstädten. Der grenzüberschreitende Narrenumzug setzt sich um 14.12 Uhr im badischen Rheinfelden in Bewegung – ebenfalls ungewöhnlich. Er zieht über die alte Rheinbrücke und dann hinein auf die Festmeile im Städtli.