Rheinfelden
Zahlreiche Schaulustige bei Feuerwehrübung in Rheinfelden

Ihre Einsatzfähigkeit bewies die Feuerwehr Rheinfelden am Samstag in der City. Zahlreiche Schaulustige verfolgten bei spätsommerlichem Wetter die Schlussübung: Ein Küchenbrand im Restaurant und ein Auto, das in die Hauswand gekracht ist.

Hans Christof Wagner
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Impressionen der Rheinfeldener Feuerwehrübung
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Impressionen
Feuerwehr Rheinfelden
Feuerwehr Rheinfelden bei einer Übung
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Feuerwehr Rheinfelden
Die Übung lockte viele Schaulustige an.
Feuerwehr Rheinfelden

Impressionen der Rheinfeldener Feuerwehrübung

Hans Christof Wagner

Die Einsatzleitung hatte das Hotel-Restaurant Schiff am alten Zoll zum Übungsort bestimmt. Dichter Rauch quoll aus dem Eingangsbereich. Da ertönte auch schon das Martinshorn und das erste Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr tauchte auf. Die Einsatzkräfte wussten: Hier soll es einen Küchenbrand geben. Möglicherweise sind Personen im Gebäude verletzt oder irren hilflos umher.

Während ein Teil der Männer und Frauen sich um den Anschluss der Schläuche an die Hydranten kümmerte, gingen andere mit Atemschutzausrüstung dem vermeintlichen Brandherd entgegen. Bei der Übung galt es, den Löschangriff von zwei Seiten auszuführen - ein Löschfahrzeug, mit 2500 Liter-Wassertrank, stand in der Marktgasse. Das grössere, mit 5000 Litern, wurde auf der Zollbrücke postiert.

Das Sprungkissen lag bereit

Auch bei der Personenrettung überliess die Feuerwehr nichts dem Zufall. In der Marktgasse lag binnen Sekunden das aufblasbare Sprungkissen bereit. Zwei der im Gebäude vermuteten Personen konnten - in Form von Puppen - aus dem zweiten Obergeschoss herausspringen und sicher darin landen. Auch die Rettung zweier Angestellter des Hotels, die vermisst wurden, gelang. Sie hatten den Rhein als Fluchtweg gewählt und wurden vom Rettungsboot der Feuerwehr geborgen. Zur Not hätten bei einem echten Brand auch Personen über das Dach des Hotels Schiff gerettet werden können. Und zwar über die Drehleiter, die bei der Übung ebenfalls zum Einsatz kam.

Achtung Ohren zuhalten

Auch das zweite Übungsszenario bot den umstehenden Zuschauern eindrucksvolle Szenen. Ein Auto war mit defekten Bremsen gegen eine Hauswand geprallt. Zwei darin sitzende Personen waren eingeklemmt. Die Feuerwehr musste den hydraulischen Spreizer zum Einsatz bringen, um die verbogenen Türen aufzustemmen und den Verletzten erste Hilfe zu leisten. Schliesslich entfernten die Einsatzkräfte das komplette Dach, um die Personen sicher bergen und in die Rettungswagen bringen zu können.

Dabei harrten die beiden Wageninsassen lange und tapfer aus - ganz realistisch mit Halskrause, Beatmungsschlauch und Kunstblut um die Nase. Zum Schluss wurden die Zuschauer aufgefordert, sich die Ohren zuzuhalten. Sie erfuhren, mit welchem Knalleffekt die Öffnung eines Airbags einhergeht.

Was die rund 70 Männer und Frauen, die an der Schlussübung der Feuerwehr Rheinfelden beteiligt waren, im Detail machten, erklärte Vizekommandant Daniel Heusser. Die Öffentlichkeit wurde auch Zeuge davon, wie am Ende der Übung der Einsatzleiter, René Wiederkehr, seinen Leute Anerkennung zollte: «Absolut super Einsatz, von A bis Z nur Lob.»