Zahl der betreuten Kinder in den Schulen schwankt stark

Marc Fischer
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Fricktal Verlassene Schulflure, Stühle auf den Schülerpulten, ein leerer Schulhausplatz, Ruhe: So präsentierte sich die Primarschule Stein gestern Nachmittag. Nach der vom Bundesrat verordneten Schulschliessung vom Freitag mussten die Schulen auf Weisung des Kantons ein Betreuungsangebot organisieren. Dieses ist für Schüler gedacht, deren Eltern die Betreuung Zuhause nicht übernehmen können und die keine andere geeignete Betreuungsmöglichkeit finden. Tatsächlich wurden in Stein nur gerade acht von knapp 250 Primarschülern für den gestrigen Montag angemeldet. Auch für die anderen Tage ­dieser Woche bewegen sich die Zahlen etwa in diesem Rahmen, wie Schulleiterin Irène Lorenzon sagt. Zusammen mit einer Betreuungsperson bastelten die Kinder beispielsweise Woll­figürchen.

Hohe Zahlen in Möhlin, nur ein Kind in Laufenburg

Noch geringer war die Zahl der betreuten Kindern gestern an den Primarschulen Laufenburg und Sulz. «Ein einziges Kind wurde angemeldet», sagt Schulleiter Philipp Grolimund. «Die gewünschte Wirkung, dass ­möglichst wenige Kinder in die Schulen kommen, ist also bei uns eingetreten.» Für den ­weiteren Verlauf der Woche gibt es in Laufenburg und Sulz nur ­unwesentlich mehr Anmel­dungen.

Laut Grolimund und Lorenzon ist es aber durchaus möglich, dass die Zahl der zu betreuenden Kinder wieder ansteigt, wenn sich die Schulschliessung länger hinziehen sollte.

Deutlich höher waren die Zahlen in Möhlin und Rheinfelden. In Möhlin nahmen am Montagmorgen 183 Schülerinnen und Schüler das Betreuungsangebot der Schule in Anspruch. Das ­entspricht etwa zwölf Prozent der Kinder. Der allergrösste Teil der betreuten Kinder seien Primarschüler, sagt Astrid Zeiner, Schulleiterin der Sekundar- und Realschule. Die Lehrpersonen, welche die Betreuung der Kinder übernahmen, nutzten gestern das schöne Wetter, gingen teilweise nach draussen.

In Rheinfelden nutzten ­gestern etwa 35 Primarschüler das Betreuungsangebot der Schule. Da man auf der Primarstufe und in den Kindergärten in Rheinfelden bereits eine bewährte Krankheitsregelung habe und jeder Klassenlehrperson bekannt sei, welche Schülerinnen und Schüler bei Ausfall der Schule wann betreut werden müssten, habe man sich für die rasche Organisation darauf ­stützen können, sagt die Leiterin der Schulverwaltung, Heidi Federli. «Es sind längst nicht alle Kinder erschienen, die in der Regel von der Krankheitsregelung Gebrauch machen», so Federli weiter.

Für den weiteren Verlauf der Woche rechnet sie mit Zahlen im ähnlichen Rahmen. Astrid Zeiner ihrerseits, ist der Meinung, dass die Zahl der betreuten Kinder in Möhlin in den nächsten Tagen sinken dürfte.