Schwimmen

Yannick Käser verpasst Olympia-Halbfinal: Sein Blick geht bereits nach Tokio

Yannick Käser setzt sich nach den Olympischen Spielen in Rio bereits neue Ziele. key

Yannick Käser setzt sich nach den Olympischen Spielen in Rio bereits neue Ziele. key

Auch im zweiten Einsatz hat es nicht ganz gereicht. Der Mumpfer Schwimmer Yannick Käser hat die Halbfinal-Qualifikation über 200 Meter Brust verpasst. In der az zieht er ein erstes Fazit von Rio 2016.

Noch am Sonntag war Yannick Käser (24) zuversichtlich, im olympischen Vorlauf seinen Schweizer Rekord von 2:11,65 deutlich zu unterbieten und die Halbfinal-Qualifikation zu schaffen. Geklappt hat es nicht. In einer Zeit von 2:11,77 belegte er in seinem Vorlauf Rang zwei und verpasste damit den Schweizer Rekord um zwölf Hundertstel und die Qualifikation für den Halbfinal um vier Ränge oder 51 Hundertstel.

«Es ist schwierig, zu sagen, woran es gelegen hat», so Käser gestern gegenüber der az. «Ich bin zu langsam angegangen, obwohl es sich nicht so angefühlt hat während des Rennens. Vielleicht wäre es besser gewesen, wenn ich in einem etwas schnelleren Lauf gewesen wäre.» Auch eine Schambeinentzündung habe Einfluss gehabt. «Ich musste das Training immer wieder anpassen und wusste, dass die Verletzung auf meine Leistungen Einfluss haben wird», erklärt Käser. Aber: «Ich war in der Lage, während des Rennens nicht daran zu denken.»

Die Enttäuschung über das Aus über 200 Meter Brust im Vorlauf sei dennoch gross. «Ich habe zweimal den Schweizer Rekord und damit mein Ziel verpasst», so Käser. Bei aller Enttäuschung könne er aber «auf zwei solide Rennen zurückblicken» und habe zweimal «am Halbfinal geschnuppert». Dennoch sei er überzeugt, «dass ich zu mehr fähig bin».

Das will er in Zukunft beweisen. Ab Herbst absolviert Yannick Käser die Spitzensport-RS und möchte im Anschluss gerne bis 2020 aufs Schwimmen setzen. «Dafür bin ich aber natürlich auf finanzielle Mittel angewiesen», betont er. Eines ist aber klar: «Ich möchte bei den Olympischen Spielen in Tokio 2020 meinen Karrierehöhepunkt haben.»

Zunächst bleibt er aber noch bis zur Schlussfeier in Rio. «Ich werde sicher andere Schweizer bei ihrem Einsatz unterstützen und auch noch ein wenig die Stadt auskundschaften.»

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