Die Grundphilosophie des Juraparks Aargau ist es eine hohe Identifikation mit Natur und Umwelt, mit allem was hier gedeiht und wächst bis hin zu Regionalprodukten, also eine «Kultur der Nähe» zu pflegen. Da ist es naheliegend, dass sich drei Forstbetriebe darauf ausgerichtet haben auch Weihnachtsbäume direkt an Ort zu schneiden und in den Anlagen eine grosse Auswahl zu ermöglichen.

Dabei sind die Forstbetriebe Jura (Küttigen-Staatswald Aargau), Homberg-Schenkenberg und Wölflinswil-Herznach-Oberhof-Ueken wichtige Akteure. Direkt aus den Wäldern können wie gewohnt Fichten und Weisstannen geholt werden. Immer begehrter wird aber die Nordmanntanne, welche in umzäunten Anlagen kultiviert wird und nun in allen wünschbaren Grössen zur Verfügung steht.

Grossanlage Kreuzmatt

Der Forstbetrieb Wölflinswil hat seit Jahren eine grosse Anlage von Nordmanntannen in der Kreuzmatt heranwachsen lassen. Gegen 10 000 Bäume stehen da. Im Schnitt werden sie nach sieben bis zehn Jahren «geerntet». Am letzten Samstag konnte man vor Ort den Wunschbaum auswählen und gleich mitnehmen.

Auch am nächsten Samstag ist wieder von 10 bis 13 Uhr Direktverkauf. Trotz zeitweiligem Eisregen und garstigem Winterwetter wagten sich viele Interessierte, auch Familien mit Kindern, in den Forst. Bei der Schutzhütte war ein wärmendes Feuer und in der grossen Kanne stets heisses Wasser für einen Punsch oder Kaffi avec bereit.

Wie Förster Werner Habermacher ausführte, war hier vorerst ein kleiner Pflanzgarten. Dieser wurde im Laufe der Jahre stetig erweitert, gehegt und gepflegt. Einfach so vom Nichtstun wächst die Tannen-Plantage nicht heran. Einmal ist die Umzäunung wichtig und dann gilt es, das immer wieder rasch aufwachsende Gras in Schach zu halten. Da gibt es eine europaweite Neuentdeckung.

Das Shropshire-Schaf

Eine alte Hausschafrasse, welche aus dem Gebiet von Shropshire (England) stammt, hat sich als der «natürlichste Rasenmäher der Welt» entpuppt. Die einzigartige Eigenschaft dieser Schafe ist, dass sie Nadelgehölzplantagen und auch Obstbaumkulturen zuverlässig beweiden, ohne die Triebe der Koniferen zu verbeissen oder die Rinde der Obstbäume zu schälen. So halten sie das Gras zwischen den Tannen kurz und sichern damit ausreichende Wachstumsbedingungen für die kleinen Tannen. In Wölflinswil sind die Schafe im Laufe des Jahres drei Mal im Einsatz.