Wallbach

Wohnzone soll dort entstehen, wo kein Bauernhof mehr ist

Aus dem einstigen Bauernhof entstand im Laufe der Jahre eine Wohnliegenschaft: Birkenhof in Wallbach. – Foto: chr

Aus dem einstigen Bauernhof entstand im Laufe der Jahre eine Wohnliegenschaft: Birkenhof in Wallbach. – Foto: chr

Der Birkenhof ist kein Bauernhof mehr und kann deshalb ins Wohngebiet umgezont werden. Die Änderung des Kulturland- und Bauzonenplans liegt bis zum 12.Februar im Gemeindehaus Wallbach zur öffentlichen Einsichtnahme auf.

Weshalb soll eine Liegenschaft, die seit Jahren nicht mehr als Bauernhof genutzt wird und immer noch in der entsprechenden Zone eingeteilt ist, noch länger ausserhalb des Baugebiets liegen? Das macht keinen Sinn.

Jahrzehnte kein Bauernhof mehr

Das ehemalige Bauernhaus, der Birkenhof in Wallbach, wird seit den 1960er-Jahren nicht mehr für landwirtschaftliche Zwecke genutzt. Der Ökonomietrakt wird heute für die Freizeittierhaltung mit maximal drei Pferden genutzt. Der Eigentümer des Birkenhofs – das Wohnhaus trägt noch immer den entsprechenden Schriftzug – beantragt deshalb eine Zonenplanänderung, indem Teile seiner Gebäulichkeiten von der Landwirtschafts- in die Wohnzone W2 umgeteilt werden sollen.

Der Wohntrakt wurde übrigens bereits auf das gemäss Raumplanungsgesetz zulässige Mass zum Dreifamilienhaus umgebaut beziehungsweise erweitert. Im Rahmen dieser Baubewilligungsverfahren wurde seitens der Behörden die Zonenwidrigkeit der Bauten jeweils bemängelt. Und da nun ein weiterer Ausbau des Wohnteils innerhalb des bestehenden Gebäudevolumens vorgesehen ist, bedingt die beabsichtigte Erweiterung die Einzonung des Wohntraktes. Selbst planungsrechtlich ist diese Möglichkeit gegeben, denn der Birkenhof befindet sich unmittelbar anschliessend an die bestehende Bauzone W2 im Gebiet Lochacker.

Wie es in den noch bis zum 12. Februar im Gemeindehaus Wallbach aufliegenden Planunterlagen heisst, unterstützt der Gemeinderat den Antrag für die Umzonung. Dies auf der einen Seite, damit die Zonenwidrigkeit der Bauten endlich aufgehoben werden kann, und andererseits, um das projektierte Strassensanierungsprojekt umsetzen zu können.

Dachstock isoliert und ausgebaut

Aus der Baugeschichte des Birkenhofs geht hervor, dass der Dachstock im Jahr 1979 isoliert und ein erstes Mal ausgebaut wurde. 1985/1986 folgte eine zweite Ausbauphase im Dachgeschoss. Die abwassertechnische Sanierung der ganzen Liegenschaft geht auf das Jahr 2004 zurück.

Im Rahmen der Nachlassteilung übernahm der heutige Besitzer des Birkenhofs, der in Basel wohnende Georges Wunderlin, die Liegenschaft und baute 2005 den Wohntrakt, der vom Erd- bis ins Dachgeschoss reicht, im Sinne des Raumplanungsrechts um. Inzwischen ist die Gebäudehülle des Wohntrakts wärmetechnisch saniert und für die Heizung/Warmwasseraufbereitung sind ein Holz-Pelletofen sowie Sonnenkollektoren eingebaut.

Der Besitzer möchte seinen Wohnsitz nach Wallbach verlegen und die Wohnung im Dachgeschoss des Birkenhofs beziehen. Die Ausbauten des bestehenden Gebäudevolumens sind deshalb für Wohnzwecke gedacht.

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