Laufenburg
Wohnen in der Windmühle: «Das Gebäude soll nicht nur schön, sondern auch nützlich sein»

Die Stiftung Menschen mit Behinderung feiert den Spatenstich beim geplanten Wohnhaus. Im Sommer 2020 soll es bezogen werden.

Nadine Böni
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Gemeinsam mit Bewohnern und Beschäftigten wurde in Laufenburg der Spatenstich für das Neubauprojekt der Stiftung MBF gefeiert. nbo

Gemeinsam mit Bewohnern und Beschäftigten wurde in Laufenburg der Spatenstich für das Neubauprojekt der Stiftung MBF gefeiert. nbo

Nadine Böni

Vor fast genau zwei Jahren feierte die Stiftung Menschen mit Behinderung im Fricktal (MBF) den Spatenstich für die Wohn- und Atelier-Überbauung Widacher in Stein. Während dieses Projekt nun bald abgeschlossen werden kann – vom 17. bis 19. Mai sind Tage der offenen Tür, im Juni wird gezügelt –, sind die Arbeiten in Laufenburg erst vor gut einem Monat gestartet.

Auch hier hat die MBF Grosses vor: Zwischen den beiden bestehenden Wohnhäusern der Stiftung am Weiherweg entsteht ein neues Wohnhaus. Am Dienstag wurde hier gemeinsam mit Bewohnern, Geschäftsleitung, Stiftungsrat und Gemeindevertretern der Spatenstich gefeiert, wobei: «Wir könnten statt eines Spatenstichs fast schon die Aufrichtung feiern», sagte MBFGeschäftsleiter Jean-Paul Schnegg mit einem Lachen. Tatsächlich sind die Bauarbeiten nach gut einem Monat schon fortgeschritten, die Bodenplatte für das Gebäude ist etwa bereits gegossen.

Form einer Windmühle

Die Bodenplatte lässt den Grundriss des dreistöckigen Gebäudes erahnen. An eine Windmühle erinnere sowohl Grundriss als auch Form, waren sich die Beteiligten am Dienstag einig. Und: «Wie eine Windmühle soll auch das Wohngebäude für seine Bewohner nicht nur schön, sondern auch nützlich sein», sagte Andreas Beck von der Abteilung Sonderschulung, Heime und Werkstätten beim Kanton. Gut möglich, dass das Wohngruppen-Gebäude künftig «Windmühle» genannt werde, so Schnegg.

Im Erdgeschoss der «Windmühle» entsteht neben Büroräumlichkeiten und einem Schlafzimmer für Angestellte auch ein Mehrzweckraum. In den beiden oberen Geschossen sind je sechs Schlafzimmer, mehrere Nasszellen, ein Wohnzimmer sowie eine Küche vorgesehen. Die «Windmühle» soll Heimat für zwei Wohngruppen mit insgesamt 12 Bewohnenden werden. Sie sind derzeit in Mietliegenschaften in Stein untergebracht. «Diese Wohnungen und die unmittelbare Umgebung sind allerdings nicht behindertengerecht und der Hauseigentümer hat schon länger Eigenbedarf angemeldet», sagte Schnegg.

Bezug im Sommer 2020

Im Spätsommer 2020 sollen die beiden Wohngruppen nach Laufenburg zügeln. Ziel ist es, bis dann auch die beiden bestehenden WohngruppenGebäude in Laufenburg zu sanieren. Er sei überzeugt, dass die Mitarbeitenden und Bewohner sich rasch einleben würden und künftig Synergien zwischen den Wohngruppen-Gebäuden genutzt werden könnten, so Schnegg. Die Kosten für den Neubau belaufen sich auf 3,73 Millionen Franken, jene für die Sanierung auf 1,3 Millionen Franken. «Mit diesem Projekt schaffen wir ein Zentrum auf dem Platz Laufenburg, einen zweiten Schwerpunkt neben Stein», sagte der Geschäftsleiter.

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