Wölflinswil
Acht neue Mitgliedsgemeinden: Jurapark Aargau feiert sein neues Label

An der Feier zu Labelerneuerung lobte Landammann Stephan Attiger den Jurapark Aargau. Er sei eine Erfolgsgeschichte und ein Aushängeschild weit über die Kantonsgrenzen hinaus. Zur neuen Betriebsphase wächst der Park auf 36 Gemeinden an.

Horatio Gollin
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Freuten sich über die Labelerneuerung des Juraparks: Geschäftsleiterin Christine Neff, stellvertretende Geschäftsleiterin Anna Hoyer, Landammann Stephan Attiger, Jurapark-Präsident Thomas Vetter und Hans Romang vom Bafu (v. l.).

Freuten sich über die Labelerneuerung des Juraparks: Geschäftsleiterin Christine Neff, stellvertretende Geschäftsleiterin Anna Hoyer, Landammann Stephan Attiger, Jurapark-Präsident Thomas Vetter und Hans Romang vom Bafu (v. l.).

Horatio Gollin/ «Aargauer Zeitung»

Im Jahr 2011 hatte das Bundesamt für Umwelt (Bafu) dem Jurapark Aargau das Label als Regionaler Naturpark für zehn Jahre zugesprochen, da die Anforderungen an einen Park vollständig erfüllt werden. Die Labelerneuerung durch das Bafu für die nächsten zehn Jahre von 2022 bis 2031 wurde in Wölflinswil mit rund 100 Gästen feierlich im Restaurant Ochsen begangen.

Das Duo Wunderkram von Sonja Wunderlin und Gabriel Kramer eröffneten die Veranstaltung mit eigenwilligen Kompositionen auf alten Instrumenten und begleitete den Abend musikalisch. Thomas Vetter, Präsident des Juraparks, begrüsste die Gäste, unter denen auch Grossratspräsident Pascal Furer war.

Barbara Fricker, Gemeindeammann von Wölflinswil, sagte in ihrer Begrüssung, dass es für Wölflinswil eine grosse Ehre sei, dass die Labelerneuerung im Dorf stattfindet.

Wirtschaftlich nachhaltig und erfolgreich

Hans Romang, Leiter der Abteilung Biodiversität und Landschaft beim Bafu, lobte, dass der Jurapark die Zusammenarbeit von Produzenten und Vermarktern regionaler Produkte gestärkt habe und die Bevölkerung für die regionale Biodiversität sensibilisiere. «In einer Region mit wenig ausgeprägten und nicht vorhandenen touristischen Strukturen hat der Jurapark Aargau zusätzlich auch eine touristische Destination aufgebaut», sagte Romang. «Der Jurapark beweist, dass man wirtschaftlich nachhaltig und erfolgreich sein und gleichzeitig die Natur- und Kulturwerte erhalten und aufwerten kann», führte er weiter aus.

Der Jurapark Aargau sei mit seinem kompetenten Team bestens für die nächsten zehn Jahre gerüstet. «Ihre Arbeit hat überzeugt, deswegen wurde das Label vom Bund wieder vergeben», sagte Romang in Richtung der Geschäftsleitung des Juraparks.

Die Labelerneuerung sei ein wahrer Meilenstein, meinte Landammann Stephan Attiger. Er sagte:

«Der Jurapark Aargau ist für den Kanton eine Erfolgsgeschichte und ein Aushängeschild weit über die Kantonsgrenzen hinaus.»

Er lobte, dass es schon rund 320 Jurapark-zertifizierte, regionale Produkte gibt. Es sei politisch unbestritten, was der Jurapark leiste. Auch deswegen treten acht weitere Gemeinden dem Jurapark bei, dem bislang 28 Gemeinden angehörten.

Jurapark leistet wichtigen Beitrag für die Klimaziele

Der Jurapark leiste wichtige strategische Arbeit als Projektträger, etwa für das kantonale Programm Natur 2030 und das kantonale Naturschutzprogramm Wald. Attiger erachtete den Jurapark als eine Modellregion für Nachhaltigkeit. Der Jurapark leiste einen wichtigen Beitrag für die Klimaziele. «Die Ausstrahlung ist gross», meinte Attiger, der darauf verwies, dass hinter jeder Erfolgsgeschichte Menschen stehen.

Christine Neff, Geschäftsleiterin des Juraparks, und ihre Stellvertreterin Anna Hoyer blickten auf die Gründung des Juraparks und sein Wirken in den vergangenen zehn Jahren zurück. «Die Geschichte des Juraparks fängt mit einem Mann an: Peter Bircher», verwies Hoyer darauf, dass der Jurapark Aargau aus der Gründung des Vereins Dreiklang im Jahr 2002 zurückzuführen ist. «Ich bin sehr beeindruckt vom Mut, den die Gemeinden damals hatten», sagte Neff mit Blick auf die Gründung des Juraparks im Jahre 2012.

Exkursionsprogramm auf 200 Events angewachsen

Der Jurapark setzt sich für eine intakte Natur, eine lebendige Gemeinschaft, Regionalität sowie Innovation und Vernetzung ein. Dabei sind die Aufgaben in den letzten zehn Jahren sukzessive gewachsen. «Die Region hat viel zu bieten», meinte Neff. Das spiegelt sich auch im mittlerweile auf 200 Events angewachsenen Exkursionsprogramm wider. Zum Abschluss gab es einen Apéro riche mit regionalen Produkten des Juraparks.

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