Die Hochrheinkommission (HRK) hat anlässlich ihrer Vorstandssitzung ihre neue Strategie publik gemacht. Schwerpunkte liegen in den Themenfeldern Begegnung, Tourismus, Mobilität sowie Bildung und Wissenstransfer. Letzteres wurde zum Fokusthema während der nächsten drei Jahre bestimmt. Als Auftakt zum Schwerpunkt Wissenstransfer findet im Juni 2018 eine grenzüberschreitende Tagung statt, an der Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann teilnehmen wird.

Wo drückt der deutsch-schweizerische Schuh am Hochrhein? Und welche Themen gilt es künftig, gemeinsam zu bearbeiten? Im Austausch mit über 60 Kommunalpolitikern und Fachleuten hat die HRK ihre neue Strategie erarbeitet. Begegnung, Bildung und Wissenstransfer, Tourismus und Mobilität wurden als thematische Schwerpunkte für den Zeitraum 2018 bis 2022 definiert.

«Ein Raum voller Chancen»

«Zukunftsorientiert und trotzdem bodenständig», so bewertet der Schaffhauser Regierungspräsident Christian Amsler, Vorsitzender der HRK, die neue Strategie. «Die Grenzregion ist ein Raum voller Chancen. Eine Fokussierung auf bestimmte Themen ist dabei wichtig, um Ergebnisse zu erzielen», führte Christian Amsler weiter aus. Der Themenschwerpunkt Bildung und Wissenstransfer wird von 2018 bis 2020 vertieft behandelt.

Mit einer grenzüberschreitenden Tagung im Bereich Wissenstransfer soll am 21. Juni ein erster wichtiger Schritt getan werden. Wie lässt sich das Wissen von Hochschulen besser von der regionalen Unternehmenslandschaft nutzen? Wie lässt sich der Know-how-Transfer zwischen Unternehmen grenzüberschreitend stärken?

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann begrüsste die Initiative der HRK und kündigte seine Teilnahme an der grenzüberschreitenden Wissenstransfer-Tagung an. «Die Schweiz und Baden-Württemberg sind Hochtechnologieländer mit einem starken Mittelstand. Es ist daher sehr zukunftsweisend, dass der Wissens- und Technologietransfer am Hochrhein grenzüberschreitend in den Blick genommen wird», sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann.

Zukunftsorientiert war auch der Tagungsort der HRK-Vorstandssitzung. Im Learning Center der F. Hoffmann-La Roche AG in Kaiseraugst informierte Bruno Weissen, Leiter Personal Basel und Kaiseraugst, und Ueli Grossenbacher, Leiter Berufsbildung Basel und Kaiseraugst, den Vorstand über die aktuelle Entwicklung der Berufsbildung am Standort Basel/Kaiseraugst.

Der Leiter des Schullabor Experio Roche Serge Corpataux gab Einblicke in die Mint-Förderung. Das Angebot des Schülerlabors Experio Roche steht Schweizer wie deutschen Schulklassen offen. (az)