Frick
Wissenschafter erarbeiten Lösung für optimalen Landbau in Trockenzonen

Wissenschafter des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FiBL) in Frick erforschen die Landnutzung zur Anpassung an den Klimawandel.

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Trockenes Klima wie hier im Kongo gehören auch zum Forschungsfeld des FiBL in Frick.

Trockenes Klima wie hier im Kongo gehören auch zum Forschungsfeld des FiBL in Frick.

PD

Bedingt durch Klimawandel, Ressourcenverknappung und Bevölkerungswachstum steht die globale Lebensmittelerzeugung vor gewaltigen Herausforderungen. Regionen wie Afrika südlich der Sahara sind von diesen Veränderungen besonders betroffen, da dort ausgeprägte Trockenheit, degradierte Böden, hohes Bevölkerungswachstum und Armut die landwirtschaftliche Produktion vor massive Herausforderungen stellen.

Effiziente Landnutzung angestrebt

In einem kürzlich gestarteten Projekt erarbeiten Wissenschaftler des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FiBL) in Frick Lösungsansätze, um mittels wasser- und nährstoffeffizienter Landnutzung die Produktivität und Ernährungssicherheit in Trockenregionen zu verbessern.

Globaler Wandel im Allgemeinen und Klimawandel im Besonderen gehören zu den grössten Herausforderungen für Landwirtschaft und Lebensmittelerzeugung. Hinzu kommen Ressourcenverknappung und Bevölkerungswachstum in besonders sensiblen Regionen, welche die landwirtschaftliche Produktivität und Ernährungssicherheit bedrohen.

FiBL-Wissenschafter möchten landwirtschaftliche Praktiken und Anbausysteme identifizieren, die nicht nur ressourceneffizient sind, sondern sich zudem gut für die kleinbäuerliche Anwendung in Trockenregionen eignen.

Dazu gibt es viel Wissen und verschiedene Hypothesen, welche jedoch bis anhin noch nie systematisch zusammengetragen und umfassend wissenschaftlich untersucht worden sind. Diese Lücke zu schliessen ist das Ziel des nun gestarteten Projekts «Potenzial von nachhaltigen Landnutzungssystemen zur Anpassung an den Klimawandel», gefördert von der Stiftung Mercator Schweiz.

Neben dieser wissenschaftlichen Analyse geht es im Projekt auch darum, das gewonnene Wissen zur Anwendung zu bringen. Das Projekt ist deshalb in zwei Phasen gegliedert: Phase I dient dem Aufbau der notwendigen Wissensbasis und der analytischen Werkzeuge. In Phase II werden die in Phase I erzielten Erkenntnisse in einer Pilotregion angewendet und validiert.

Im vorliegenden Projekt wird ein schrittweiser, transdisziplinärer, methodischer Ansatz verfolgt. Dieser verbindet naturwissenschaftliche Erkenntnisse der Feld- und Massnahmenebene mit Sozial- und Wirtschaftswissenschaften auf Betriebs- und regionaler Ebene. Dabei arbeitet das FiBL mit namhaften Agrarwissenschaftern zusammen und sorgt mit der Einbindung von Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit dafür, dass die Lösungsansätze nicht nur problemorientiert sind, sondern in den Zielregionen auch erprobt und langfristig umgesetzt werden können.

Verbesserung der Produktion

Das Projekt dient nicht nur der Verbesserung des Wissensstandes bezüglich der Anpassungsfähigkeit sowie der Wasser- und Nährstoffnutzungseffizienz von landwirtschaftlichen Anbausystemen, sondern soll auch zur Verbesserung der Produktionsbedingungen in der Pilotregion beitragen und von dort aus weitere Gebiete erreichen. (az)

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