Laufenburg
Wird die Stadthalle in Laufenburg recycled?

Die Zukunft des alten Gebäudes in Laufenburg ist noch ungewiss. Möglich ist, dass sie abgebaut und an anderen Stelle wieder aufgebaut wird.

Peter Schütz
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Im Mittelpunkt der heutigen Einwohnergemeindeversammlung in Sulz steht ein 6,4 Millionen Franken hoher Kredit für den Bau einer neuen Stadthalle in Laufenburg. Doch was geschieht mit der bestehenden Stadthalle, falls der Kredit bewilligt wird? Entschieden ist nichts.

Seit langem wird über den Bau einer neuen Stadthalle diskutiert – zuletzt vergangene Woche, als in Laufenburg umfangreich über das Grossprojekt informiert wurde. Eine Frage wurde dabei nicht gestellt: Was würde aus der bestehenden Stadthalle?

Wird die Halle verkauft?

Stadtammann Rudolf Lüscher hat darauf keine verbindliche Antwort. Mehrere Möglichkeiten stehen im Raum, sagt er, aber eine Entscheidung über die Zukunft der alten Stadthalle gibt es nicht. «Der Verwendungszweck ist noch offen», stellt Lüscher klar.

Immerhin: Das Thema kam in der Planungskommission zur Sprache. «Es gibt verschiedene Lösungen», berichtet Lüscher von der Kommissionsarbeit. Zum Beispiel: ein Abnehmer. Also jemand, der die Halle ab und an anderer Stelle wieder aufbauen möchte. Tatsächlich wurde sie von ihren Erbauern so konstruiert, dass sie in ihre Einzelteile zerlegt werden kann. Ob das heute nach über 80 Jahren immer noch funktioniert, ist fraglich. «Technisch ist es nicht geprüft worden», berichtet Rudolf Lüscher.

Fest steht für ihn nur: Sollte die Halle versetzt werden, müsste ihr neuer Besitzer die üblichen baulichen Bestimmungen erfüllen. Aber eben: «Bisher ist noch niemand konkret auf uns zugekommen», informiert Lüscher. Die radikalste Lösungsmöglichkeit: Abriss. Wobei der Stadtammann davon ausgeht, dass die verschraubte Tragkonstruktion unter dem Dach weiterhin verwendbar ist. «Nach diesen Balken könnte eine Nachfrage bestehen.» Seine Ansicht teilt auch René Leuenberger, Vorsitzender der Planungskommission.

«Ich glaube, dass man die Halle wieder zusammensetzen kann», sagt er. Denn: «Die Konstruktion war immer im Trockenen.» Die alte Halle könnte als Reit- oder Lagerhalle weiterverwendet werden, meint er. «Das muss aber genehmigt und geprüft werden», so Leuenberger, der keinen Zweifel an der Notwendigkeit eines Neubaus hat. «Es gibt nichts Vernünftigeres als den Abbau der alten Stadthalle, denn sie genügt den Sicherheitsanforderungen nicht mehr», findet er.

Bänke könnten versteigert werden

Abgesehen davon wurde in den letzten Jahren nicht mehr in die Halle investiert. Die Sitzbänke und Tische sind ebenfalls in die Jahre gekommen. Weil sie aber noch in einem respektablen Zustand sind, könnten sie, zum Beispiel an einer Auktion, an Privatpersonen verkauft werden. Wie auch immer: Das Schicksal der alten Stadthalle ist noch nicht besiegelt.