Frick

Wird das Dorf nun zur Mekka des CBD-Hanfhandels?

Kennt sich mit der Produktion von Hanf aus und will bald in Frick anpflanzen: Daniel Essmann.

Kennt sich mit der Produktion von Hanf aus und will bald in Frick anpflanzen: Daniel Essmann.

Daniel Essmann plant in Frick eine CBD-Hanfanlage – bereits vor 20 Jahren produzierte er Hanf-Gummibärchen.

Frick macht sich auf, ein Mekka des CBD-Hanfhandels zu werden. Bereits im Herbst 2017 und im Frühjahr 2018 eröffneten an der Widengasse und auf dem Widenplatz zwei Läden, die das legale, nicht psychogen wirkende Gras mit einem THC-Gehalt von unter einem Prozent anbieten. Nun plant Daniel Essmann aus Hornussen, am Fricker Kirchmattweg eine CBD-Indoor-­Anlage einzurichten und zu ­betreiben. Das entsprechende Baugesuch liegt ab Freitag auf der Gemeindeverwaltung öffentlich auf.

Läuft alles wie geplant, will der 55-Jährige die rund 80 Quadratmeter grosse Anlage mit einem Aufzucht- und einem doppelstöckigen Blühbereich im März in Betrieb nehmen. «Der Blühbereich bietet Platz für 800 Pflanzen. Ziel ist es, einen Ertrag von zehn Kilogramm CBD-Hanf im Monat zu generieren», sagt er. Um zu verhindern, dass bei ungünstigem Wind ein süsslich-stechender Geruch durch das Fricker Quartier zieht, wird Essmann in das Abluftsystem einen Aktivkohlefilter einbauen.

«Die Preise haben sich stabilisiert»

Für Essmann, der die Anlage ­alleine betreiben wird, stellt die CBD-Produktion bei einem ­Kilopreis, der zwischen 1200 und 1600 Franken liegt, ein lohnenswertes Geschäft dar. Nachdem der Preis für das Kilo durch ein Überangebot von rund 3500 Franken stark gesunken sei, habe er sich nun durch eine Marktbereinigung stabilisiert. «Viele Produzenten sind auf ihrem CBD sitzen geblieben und haben sich mit den Preisen unterboten», so Essmann.

Einen an seine Indoor-­Anlage angrenzenden Laden wird Essmann nicht betreiben. «Das wollte der Vermieter nicht», sagt er. Zudem habe er einen Abnehmer aus Kontakten in seiner früheren Funktion als ­Betriebsleiter bei einem CBD-­Produzenten bereits gefunden.

Mehr Zeit für sich und die Kinder

Essmann will sich besonders aus einem Grund im CBD-Sektor selbstständig machen. «Ich muss nicht – wie früher – ständig zwischen acht und neun Stunden in der Anlage sein und habe so mehr Zeit für meine Kinder», sagt er. Theoretisch könne er sogar werktags den einen oder anderen Tag der Indoor-Anlage fernbleiben.

«Ich kann einiges, wie etwa die Bewässerung automatisch takten», sagt Essmann. Manchmal, wenn er nicht grade ernten müsse, reiche auch ein einfacher Kontrollgang, um zu überprüfen, ob etwa die Lampen, die für das Wachstum der Hanfpflanzen sorgen, noch brennen.

Viel Mühe wird Essmann mit der Einrichtung des Betriebs nicht haben. Bereits vor 20 Jahren habe er seinen ersten «Grow-Shop» hochgezogen. «Damals haben wir die ätherischen Öle aus dem Hanf destilliert und damit Gummibärchen produziert», so ­Essmann.

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Autor

Dennis Kalt

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