Wegenstetten
"Wir wollen die jungen Menschen erreichen": Feuertaufe von neuem Dirigenten geglückt

Die Jugendband Wegenstetten hat ihr erstes Konzert mit dem neuen Dirigenten Bence Toth gegeben. Zu hören war hauptsächlich Filmmusik. Ein Rätsel wurde erst kurz vor der Zugabe aufgelöst.

Mira Güntert
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Konzert in Wegenstetten
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Konzert in Wegenstetten

Mira Güntert

Beim Familienkonzert am Samstagnachmittag ist die Jugendband Wegenstettertal (JBW) erstmals unter der Leitung ihres neuen Dirigenten Bence Toth aufgetreten. Der Ungare übernahm im August den Taktstock von Valentin Sacher. Neben der Jugendband musizierten auch die Einsteigerensembles der Greenhornband und der Juniorband in der Wegenstetter Mehrzweckhalle.

Mit der Geschichte von Paolo, einem Knaben, der seine Familie zum Weihnachtsfest überraschen möchte, stimmte Severin Gysin das Publikum auf den Konzertnachmittag ein. Er erzählte, wie Poalo in einem Koffer eine alte Posaune findet und sich damit auf den Weg zu seinen Freunden macht, um mit ihnen die Überraschung zu planen. Mit dem ersten Teil von Paolos Weihnachtsgeschichte war der Bann bei Gross und Klein gebrochen. Dem Konzert, bei dem die Juniorband und die Greenhornband den Anfang machten, stand nichts mehr im Weg.

Er will die Jungen erreichen

«Es geht darum, den Kindern und Jugendlichen die Musik und die Jugendband näherzubringen», sagt Bence Toth. Der 35-Jährige spricht vom pädagogischen Charakter, der dem Familienkonzert anhaftet. «Bekannte Musik ist gute Werbung. Wir wollen die jungen Menschen damit erreichen», sagt Toth.

Gezielt setze man am Familienkonzert auf Musik aus Filmklassikern wie dem «Dschungelbuch», «The Beauty and the Beast» oder «Pippi Langstrumpf». Toth, der an diversen Musikschulen tätig ist und auch in der Musikgesellschaft Concordia Wegenstetten den Takt angibt, zeigt sich nach seiner Feuertaufe begeistert. «Es ist eine tolle Gruppe hier und eine Ehre für mich, hier zu dirigieren. Wir haben seit dem Sommer schon grosse musikalische Fortschritte gemacht.» Die JBW scheint für Toth eine Herzensangelegenheit zu sein. Er hofft, dem Nachwuchsmangel in den örtlichen Musikgesellschaften entgegenwirken zu können. «Es wäre schon ein Ziel, dass die jungen Leute später einmal in einer Gesellschaft musizieren.»

Die Überraschung ist geglückt

Bis kurz vor der Zugabe war das Rätsel um Paolos Weihnachtsgeschichte, das sich durch den ganzen Nachmittag zog, noch nicht gelöst. Wird es dem Knaben und seinen Freunden gelingen, auf der Posaune seiner Familie ein Ständchen zu spielen? Er wolle Paolo für seinen Auftritt nun hereinholen, erklärte Severin Gysin, der durchs Programm führte. Die Blicke der Zuschauer wanderten zur Tür, wo kein Geringerer als Bence Toth mit einer Posaune in den Raum trat. Der Dirigent, bekleidet mit einem Hirtenumhang und einer Samichlaus-Kappe, wechselte für einmal die Perspektive und setzte sich in seine Formation. Dabei gab er sich keine Blösse: Der Titelsong der US-amerikanischen Krimiserie «Hawaii Five-0» kam beim Publikum super an.