Orientierungslauf-WM
«Wir können heute wieder um die Medaillen mitlaufen»

Nach der Silbermedaille im Sprint doppelte der Fricktaler Orientierungsläufer Matthias Kyburz über die Mitteldistanz nach: Er holte sich an den Weltmeisterschaften in Schweden den Titel. Es ist dies seine erste WM-Medaille im Wald. Im Interview zieht er ein Fazit über die Einzelrennen – und blickt voraus auf die Staffel von heute.

Marc Fischer
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Gratulation zur Goldmedaille über die Mitteldistanz. War Ihr Lauf das perfekte Rennen?

Es kommt sicher nahe daran heran. Das Rennen ist so gelaufen, wie ich es mir vorgestellt hatte. Ich habe viel in Schweden trainiert und den Lauf so zusammengebracht, wie ich es mir erhofft hatte.

Sie lagen am Ende 14 Sekunden vor dem Silbermedaillengewinner Olav Lundanes aus Norwegen. War es also trotzdem eine knappe Sache?

Es war ein sehr enges Rennen. 14 Sekunden Vorsprung bei einer Laufzeit von über 37 Minuten sind nicht viel. Es entscheiden jeweils Details. Umso genialer ist das Gefühl, dass es gereicht hat und ich am Ende die Nase vorne hatte.

In der Langdistanz hat es dann mit Rang 7 nicht mehr ganz so gut geklappt. Weshalb?

Ich bin nicht gut ins Rennen gestartet. Es war ein «Knorz». Bei einem frühen Posten ist mir ein Fehler unterlaufen und ich wurde schon bald vom späteren Weltmeister eingeholt. Immerhin konnte ich lange mit ihm mithalten. So war das Resultat am Ende besser, als es der Lauf am Anfang war.

Zum Abschluss steht nun noch die Staffel auf dem Programm. Was liegt drin?

Fabian Hertner, Daniel Hubmann und ich sind vor einem Jahr in dieser Besetzung Weltmeister geworden. Wir können also, sicher wieder um die Medaillen mitlaufen. Obwohl Hubmann und ich hier bereits Medaillen gewonnen haben, sind die Norweger aber leicht zu favorisieren.