Rheinfelden

«Wir führen schon Wartelisten»: International School wächst massiv und zieht bald um

In der leerstehenden Räumlichkeit des früheren Coop-Ladens werden bald die Kinder der ISRH unterrichtet.

In der leerstehenden Räumlichkeit des früheren Coop-Ladens werden bald die Kinder der ISRH unterrichtet.

Die International School in Rheinfelden wächst massiv. Bald wird sie ihren Standort im ehemaligen Restaurant «Drei Könige» an der Zürcherstrasse verlassen und in eine grössere Lokalität umziehen müssen.

«Für das neue Schuljahr prognostizieren wir, dass rund 90 Schüler unsere Schule besuchen werden. Und bald werden es hundert sein – dann haben wir hier absolut keinen Platz mehr», sagt Sabina Sümegi, Schulleiterin der International School in Rheinfelden (ISRH). Die Schule, die erst 2014 ihren Betrieb aufnahm, wächst massiv. Bald wird sie ihren Standort im ehemaligen Restaurant «Drei Könige» an der Zürcherstrasse verlassen und in eine grössere Lokalität umziehen müssen.

Die Wimag Weibel Immobilien AG, der die Gebäude verschiedener Privatschulen in der Region Basel gehören, hat sich deshalb Anfang Jahr die leerstehende Räumlichkeit im ehemaligen Coop-Laden gekauft. «Ich hoffe, dass wir in gut einem Jahr umziehen können», sagt Sümegi. Aktuell befinde sich das Projekt noch im Eingabestatus.

«Ein Neubau ginge viel zu lang»

Warum man für die bilinguale Ganztagesschule nicht ein neues Gebäude erstellen lässt, erklärt Sümegi mit der Zeit, die wegen der wachsenden Schülerzahl knapp wird. «Ein kompletter Neubau ginge viel zu lang», sagt sie. «Wir führen jetzt schon Wartelisten in drei Klassen.» Das Grundstück am Weidenweg im Gebiet Weiherfeld, das die ISRH ebenfalls besitzt, sei Teil der langfristigen Schulplanung. Irgendwann solle dort ein Campus der ISRH entstehen.

Wann genau der neue Schulstandort an der Bahnhofstrasse bezogen werden kann, ist noch unklar. «Das ist abhängig davon, wie rasch es mit der Projektierung vorwärtsgeht», sagt Sümegi. Auch in Anbetracht dessen, wie der leerstehende Laden im Moment aussehe, sei die Stadt Rheinfelden sehr daran interessiert, dass bald etwas gehe.

Für die Schulleiterin liegt der Erfolg der Schule im pädagogischen Konzept. Die Kinder zwischen zwei und 16 Jahren würden in altersdurchmischten Gruppen gefördert und profitierten davon, dass die gesamte schulische Ausbildung an einem Standort absolviert werden könne. «Im Bereich der Begabtenförderung haben wir uns einen Namen gemacht», sagt Sümegi. Eine reine Kaderschmiede sei die Schule aber nicht.

Lehrplan der Bezirksschule

Seit letztem Jahr führt die ISRH neben der Primarschule, dem Kindergarten und dem Früh-Kindergarten auch eine Oberstufenklasse. «Die Klasse ist sehr klein, so kann sie am besten gefördert werden. Sie hat sich gut etabliert. Es wird bilingual auf dem Niveau der Bezirksschule unterrichtet», sagt Sümegi. Dabei werde auch der Lehrplan der Bezirksschule eins zu eins umgesetzt.

Anders als sich vielleicht vermuten lässt, besuchen kaum Kinder von sogenannten Expats – also Eltern, die für einige Jahre wegen ihres Berufes in der Schweiz leben – die internationale Schule. «Über die Hälfte der Schüler hat Deutsch als Muttersprache», sagt Sümegi. Man sei nie eine Expats-Schule gewesen und werde auch nie eine sein.

Da aber die schulinterne Kommunikationssprache Englisch ist und zusätzlich auch auf Deutsch unterrichtet werde, beherrschten schon viele der Fünf- bis Sechsjährigen beide Sprachen in Wort und Schrift. Damit sind sie Kindern an öffentlichen Schulen weit voraus.

Fast nur Fricktaler Kinder

Die meisten Kinder an der ISRH sind indes im Fricktal und dem nahen Baselbiet zu Hause. «In der untersten Stufe können wir jetzt erstmals die erste und zweite Klasse trennen», sagt Sümegi. Bisher habe man immer zwei Jahrgänge zusammengenommen.

Meistgesehen

Artboard 1