Spätestens seit Jurassic-Park geniessen Filme mit den grossen Urzeittieren viel Beachtung. Während der Holywood-Streifen der schier grenzenlosen Fantasie einiger kreativer Köpfe entsprungen ist, hat in einem Fricktaler Dorf der Saurier wirklich gelebt und seine knöchernen Spuren hinterlassen. Zu einer besonderen Filmpremiere lud das Team vom Sauriermuseum Frick am Mittwochabend ein.

Susanne Gmünder Bamert, als Fricker Gemeinderätin auch zuständig für das Sauriermuseum, freute sich, zur Vorstellung des «hochwertigen, professionellen Filmes» so viele Gäste begrüssen zu dürfen. «Unser Museum ist klein aber fein. 10 000 Besucher und 200 Führungen pro Jahr machen deutlich, welch grosser Wert unsere kleine Infrastruktur hat», so die Gemeinderätin. Nach 20 Jahren sei es an der Zeit gewesen, den alten Film durch einen neuen zu ersetzen.

Bedeutende Funde in Frick

«In den letzten Jahren haben wir in Frick in der Tongrube sensationelle Funde in der Tongrube gemacht. Frick steigt damit in der internationalen Sicht immer mehr auf», macht Susanne Gmünder Bamert unter anderem darauf aufmerksam, warum es nach einem aktuellen Vorführfilm für das Museum verlangte. Sie wies zudem darauf hin, dass es in Frick noch weitere grosse Funde geben werde. «Wir bleiben am Dinoknochen dran.»

Dank der grossen Unterstützung von Swisslos und Coop war es überhaupt möglich, ein neuer Film zu erstellen. Dem Dank von Susanne Gmünder Bamert an die beiden Sponsoren schloss sich auch Museumsleiterin Andrea Oettl an. Sie gab dann einen kurzen Abriss zur Entstehung des Filmes. Vor vier Jahren sei die Idee zu etwas Neuem im Museum aufgekommen. «Heute dürfen wir ein tolles, 15 Minuten langes Filmdokument präsentieren.» Die Museumsleiterin verhehlte aber auch nicht, dass es in den vier Jahren seit der Idee einen Haufen Arbeit zu erledigen gab. René Kindlimann – er hat das Projekt von A bis Z begleitet – präsentierte 2012 die ersten Vorschläge für einen spannenden, unterhaltsamen und wissenschaftlich korrekten Film. Drei Tage lang wurden dann mit zwei professionellen Schauspielern – Patric Gehrig und Fabienne Laber – in der Fricker Tongrube gedreht.

Einst und heute

Der Film wurde mit verständlichen Informationen und Grafiken, sowie Saurier-Animationen bereichert. Entstanden ist ein kurzweiliges Filmdokument. Dem Zuschauer wird im Gespräch zwischen dem Grabungsleiter und einer jungen Studentin viel Wissen über eine längst vergangene Epoche vermittelt. Es wird zudem erklärt, wie die heutige Arbeit an Fundorten abläuft. Von wegen grosses Gerät: Vorsichtig werden entdeckte Knochen für den Transport vorbereitet. Denn die Feinarbeit erfolgt nicht an den Fundstellen. Wer hätte gewusst, dass in der Tongrube bereits über 50 Saurier entdeckt wurden? Sicher ist, da sind sich die Fachleute einig, es gibt in dem Gebiet mit einem Durchmesser von 3 Kilometern auch in Zukunft noch viele sensationelle Funde aus einer Zeit vor rund 200 Millionen Jahren.

Kurze 15 Minuten

Was schon fertig», so nach sehr kurzen 15 Filmminuten, war von dem einen oder anderem Premierengast am Schluss der Vorführung zu hören. Ein Film, der es versteht, vom Kind bis zum Erwachsenen mit viel Wissenswertem über die einstigen Bewohner von Frick zu fesseln.