Rheinfelden

Windkraftwerk im Garten dient als Forschungsprojekt

Markierter Standort der temporären Windenergie-Anlage in Rheinfelden bei der Liegenschaft Jakob-Strasser-Weg 1.

Markierter Standort der temporären Windenergie-Anlage in Rheinfelden bei der Liegenschaft Jakob-Strasser-Weg 1.

Die AEW will in Rheinfelden eine temporäre Anlage bauen. Beim Objekt handelt es sich um eine temporäre Windenergie-Anlage, die während 5 Jahren Messresultate liefern soll.

 Die Energieproduktion aus Windkraft ist auch hierzulande ein Thema. Jüngstes Beispiel ist das Baugesuch, welches noch bis zum 26. September in der Bauverwaltung Rheinfelden aufliegt: Gesuchsteller ist die AEW Energie AG, Konsortium VEiN (Verteilte Einspeisung ins Niederspannungsnetz), Aarau. Beim Objekt handelt es sich um eine temporäre Windenergie-Anlage, die während
5 Jahren Messresultate liefern soll.

Der Standort der Versuchsanlage befindet sich im Garten der Liegenschaft von Lukas und Almut Dickmann am Jakob-Strasser-Weg1, in der Nähe des Alters- und Pflegeheims Lindenstrasse. «An einem Informationsanlass sind wir mit Vertretern der AEW Energie AG ins Gespräch gekommen und haben uns dafür interessiert, dass die Windenergie-Anlage bei uns im Garten aufgestellt wird. Denn Windenergie ist eine gute Sache. Zwar windet es nicht überall so stark, wie etwa auf den Jurahöhen. Aber schliesslich geht es ja vorerst nur darum, herauszufinden, ob ein Standort wie der unsere optimal ist oder nicht. Und dafür muss man es halt ausprobieren», erklärte Lukas Dickmann, mit seiner Familie seit rund fünf Jahren im Zähringerstädtchen wohnhaft, in einem Gespräch der az Aargauer Zeitung.

«Für die Windenergie Türe öffnen»

«Ich hoffe natürlich sehr, dass das Projekt auf Akzeptanz stösst in der Nachbarschaft und bin gespannt auf die Reaktionen. Wichtig ist einfach, dass man für die Nutzung der Windenergie eine Türe öffnet», hielt Lukas Dickmann weiter fest. Er räumte ein, dass es sich bei diesem Forschungsprojekt beziehungsweise bei der projektierten Anlage nicht um eine herkömmliche Windturbine mit einem sehr hohen Masten und grossem Propellerrad handelt, sondern um eine Einrichtung mit vertikal angeordneten Rotorblättern. «Diese sind um einiges leiser als die anderen Windräder», so Standort-Grundeigentümer Lukas Dickmann gegenüber der az Aargauer Zeitung.

Aus den Baugesuchsunterlagen geht denn auch hervor, dass die Höhe der frei stehenden Stahlkonstruktion mit dem daran befestigten Rotor rund 10 Meter beträgt. Es wird mit Baukosten von 42000 Franken gerechnet. Gemäss Baugesuch ist für dieses Forschungsprojekt für die Energieversorgung auch noch die kantonale Zustimmung erforderlich.

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