Bis die Rotorenblätter im Wind über den Hügeln der Oberhofer Burgmatte drehen, wird noch einige Zeit vergehen: «Es gibt verschiedene Verfahrensschritte, die noch durchlaufen werden müssen. Daher ist es kaum möglich, eine Prognose abzugeben», sagt Corinne Tschudin, Projektmanagerin bei der Vento Ludens Suisse GmbH, einem Anteilseigner der Windpark Burg AG. Im besten Fall sei 2017 mit dem Baubeginn zu rechnen.

Das Projektgebiet für den Windpark liegt nördlich der Salhöhe, an der Grenze zwischen den Kantonen Solothurn und Aargau. Eine Windenergieanlage ist auf Oberhofer Boden geplant, vier Windenergieanlagen auf dem Gebiet der Gemeinde Kienberg.

Derzeit befindet sich die Projektplanung in der Überarbeitungsphase, nachdem die involvierten Kantone Aargau und Solothurn zum ersten Projektentwurf im November 2015 Stellung genommen haben: «Die Stellungnahme fiel grundsätzlich positiv aus», sagt Tschudin und ergänzt, dass für eine zweite Vorprüfung durch die Kantone noch einiges punktuell anzupassen sei. Dies bestätigt auch Markus Schmid, Amt für Raumplanung Solothurn: «Die Projektplanung sieht prinzipiell gut aus. Einzelne Punkte sind jedoch noch zu präzisieren, wie die Begründung der Standorte für die Windenergieanlagen und die Gestaltung der Zufahrten.»

Die erste Vorprüfung, die nun zur Überarbeitung beim Bauherren liegt, wurde von der Windpark Burg AG ausgearbeitet und von den Gemeinderäten von Oberhof und Kienberg geprüft. Das eingereichte Dossier umfasst fünf Themenbereiche: Raumplanung, Umweltverträglichkeit, technische Umsetzbarkeit, eine Plangenehmigung, die die Netzanbindung regelt, sowie die Waldbeanspruchung.

Die Gemeinde Oberhof hat für das Windparkprojekt eine Begleitgruppe gebildet, um die Wünsche und Interessen gegenüber der Windpark Burg AG zu vertreten: «Uns war der Schutz der Quellen zum Beispiel sehr wichtig. Der Bau der Windkraftanlage darf keinen negativen Einfluss auf die Trinkwasserqualität haben», sagt Roger Fricker, Gemeindeammann von Oberhof und Mitglied der Begleitgruppe. Die Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde und der Windpark Burg AG beschreiben beide Seiten als gut: «Wir sind Oberhof sehr dankbar, für die Überprüfung von einzelnen Stellungnahmen und Rückmeldungen», sagt Tschudin und Fricker lobt: «Auf unsere Anliegen wurde bisher eingegangen.»

Derzeit befindet sich Fricker jedoch in Wartestellung: «Wenn alle Vorprüfungen abgeschlossen sind, werden wir uns wieder mit der Windpark Burg AG zusammensetzen», sagt der Ammann.