Kaiseraugst
Willkommen im wilden Dschungel

Kunterbunt und ausgelassen fröhlich ging das nur alle vier Jahre stattfindende Jugendfest über die Kaiseraugster Dorfbühnen

Hans Christof Wagner
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Vor der Festbühne kam es zu einer spontanen Polonaise.

Vor der Festbühne kam es zu einer spontanen Polonaise.

Hans Christof Wagner

Es findet nur alle vier Jahre statt. Umso grösser ist die Vorfreude auf das Jugendfest, wenn es denn mal wieder steigt – so wie am Samstag und das auch noch bei idealem Wetter. Gemeindepräsidentin und OK-Mitglied Sibylle Lüthi kann sich an kein Kaiseraugster Jugendfest erinnern, an dem das Wetter nicht sommerlich schön gewesen wäre. Und immerhin war die Auflage 2015 schon die siebte. Seit 1988 finden die Jugendfeste statt, zuerst in einem Fünfjahresrhythmus, dann alle vier Jahre. Doch eigentlich ist es erst seit 2007 ein richtiges Jugendfest, ist doch erst seit dem Jahr dank der Kreisschule Unteres Fricktal eine Oberstufe im Dorf ansässig.

Der Kindergarten Liebrüti 14 und die Klassen 3c5c führten gemäss dem Festmotto Szenen aus dem Dschungelbuch vor
11 Bilder
Im Verkehrsparcours der Klasse 3a galt es seine Geschicklichkeit zu beweisen
Beim Dschungeltiere-Kneten hatten diese drei Mädchen Spass
Bananen statt Bälle - auch an diesem Stand wurde das Dschungel-Motto phantasievoll umgesetzt
An diesem Verkaufsstand gab es Dschungelmuffins zu kaufen
Der Auftritt der jungen Akteure auf der Bühne im Fokus des Interesses
An der Kuchentheke war immer grosser Andrang
Am Schminkstand wurden aus Kindern wilde Tiger
Sang Kinderlieder - Christian Schenker
Christian Schenker und die Grüüveli Tüüfeli kamen beim jungen Publikum gut an
Christian Schenker und die Grüüveli Tüüfeli kamen beim jungen Publikum gut an(2)

Der Kindergarten Liebrüti 14 und die Klassen 3c5c führten gemäss dem Festmotto Szenen aus dem Dschungelbuch vor

Hans Christof Wagner

30 Klassen beteiligt

Dieses Jahr waren vom Kindergarten bis zur vierten Sekundarschulklasse wieder 30 Klassen beteiligt – ob an Verkaufsständen, als Akteure auf der Bühne oder als Helfer an den zahlreichen Spiel- und Spass-Stationen des Fests rund ums Schulhaus Dorf. Auch die Kaiseraugster Vereine waren erneut in grosser Zahl präsent und nutzen den regen Zulauf zur Aufbesserung ihrer Vereinskasse.

Stand das Jugendfest 2011 unter dem Motto «Zeitreise», hiess es am vergangenen Samstag: «Welcome to the Jungle». Und entsprechend waren auch die Attraktionen: Dschungeltiere kneten, sich ein Tigergesicht schminken lassen, mit Bananen auf Dosen werfen. Der Kindergarten Dorf war mit bunt dekorierten Bollerwagen unterwegs und das hiess dann: «Die Affen rasen durchs Dorf.» Hinter «Dschungel Shoot» verbarg sich Torwandschiessen. Wie Tarzan an der Liane konnten sich die Kinder und Jugendlichen fühlen, die, an Halteseilen fixiert, am Bungee Jumping schwebten.

Programm für Jung und Alt

Stets gut belagert war die Festbühne, besonders dann wenn der Kaiseraugster Nachwuchs selbst auftrat. Dann versuchten die Mamis und die Papis in der ersten Reihe zu stehen, um die Show lückenlos auf Video zu bannen. Gut kamen auch die Bands an, die ab 15 Uhr zu spielen begannen. Während Christian Schenker und die Grüüveli Tüüfeli eher die Kleinsten unterhielten, entsprachen die Windband der Musikschule und die Formation Black Tiger mehr dem jugendlichen Geschmack.

Und am Abend sorgte Full Moon Rodeo dafür, dass das Jugendfest seinen Namen eigentlich nicht gerecht wird, sondern ein buntes Stelldichein für alle Generationen ist. Auch der Cortège am Vormittag, einer der Höhepunkte des Fests mit fantasievoll dekorierten Umzugswagen, war für Jung und Alt ein beeindruckendes Spektakel. Bis in die frühen Morgenstunden des Sonntags hinein war dann noch in der Lehrerbar Highlife.

Budget von 60 000 Franken

Für das sechsköpfige OK, bestehend aus Sibylle Lüthi, Andrea Hügli, Urs Humbel, Caroline Küng, Jannine Lecsko und Ulla Stöffler, ging am vergangenen Samstag rund ein Jahr Vorbereitungszeit zu Ende. Ausgestattet mit einem 60 000 Franken-Budget der Gemeinde für Band-Gagen, Infrastruktur und Sicherheit hat es ein attraktives Programm vorbereitet und mithilfe von Lehrern und Eltern als Freiwillige umgesetzt.