Gipf-Oberfrick

Wildernde Hunde reissen zum dritten Mal in Folge ein Reh

Ein trauriges Bild bot sich der Jagdgesellschaft in Gipf-Oberfrick. Dieses Reh wurde anscheinend von Hunden gerissen.

Ein trauriges Bild bot sich der Jagdgesellschaft in Gipf-Oberfrick. Dieses Reh wurde anscheinend von Hunden gerissen.

Den Mitgliedern des Jagdvereins Gipf-Oberfrick, Revier 104, bot sich im Gebiet Buhalde ein trauriges Bild. Schon wieder wurde ein Reh von Hunden gerissen.

Regelmässigen Waldspaziergängern sind in letzter Zeit viele Rehe aufgefallen, die über schneebedeckte Lichtungen laufen. Eine traurige Entdeckung machten aber der Jagdverein Gipf-Oberfrick – und dies gleich mehrfach. «Im Revierteil Buhalde, Tal, Waldhaus, Burghalde, Hundsrugge, wurden seit vergangenem Dezember drei Rehgeissen von Hunden gerissen», teilte Jagdpächter Heinz Portmann vom Jagdverein Gipf-Oberfrick mit.

Qualvoller Tod

«Man kann sich an den Fingern abzählen, auf welche brutale und tragische Weise diese Wildtiere zu Tode gekommen sind.» Die Mitglieder des Jagdvereins sind entsetzt. Deshalb wiederholt der Gipf-Oberfricker Jagdverein wieder einmal mehr den Aufruf an die Hundehalter: «Hunde gehören ständig unter Kontrolle. In der freien Wildbahn sind sie strikte an der Leine zu führen.»

Kein Einzelfall

Wie Reto Fischer von der kantonalen Jagdverwaltung auf Anfrage erklärte, kommen von Hunden gerissene Rehe «relativ regelmässig» vor. Er spricht von 70 bis 120 toten Tieren pro Jahr im Kanton Aargau. «Diese Zahl ist aber deutlich geringer, als die Zahl von Fallwild im Strassenverkehr.»

Werden die Hunde nicht auf frischer Tat ertappt, sei es teilweise schwierig zu unterscheiden, ob ein gerissenes Reh das Opfer eines Hundes oder aber eines Luchses geworden sei, so Reto Fischer weiter. Absolute Sicherheit könnten genetische Untersuchungen bringen, diese seien aber im Normalfall zu aufwendig. «Daneben gibt es Luchsrissexperten, welche die toten Tiere untersuchen können und auch die Jäger können dies zumeist ziemlich gut beurteilen.»

«Hunde haben deutlich andere Bisse als Luchse», betont Jagdpächter Heinz Portmann. Zudem habe man noch weitere Abklärungen getroffen. Und der Jagdpächter weiss auch: «Es wurden – speziell im erwähnten Gebiet – schon mehrmals frei laufende Hunde beobachtet und die Halter wurden auf die Missstände aufmerksam gemacht.»

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