Laufenburg
Wilde Kreaturen begeisterten Jung und Alt am Laufenburger Umzug

Wetterglück für die zahlreichen Fasnächtler am grenzüberschreitenden Umzug. Für die Damen im Publikum bestand jedoch eine andere Gefahr: «Entführungen» durch Waldgeister und Hexen.

Peter Schütz
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Achtung, Entführung: Vor den Waldgeistern aus Rhina waren die Damen im Publikum nicht sicher.

Achtung, Entführung: Vor den Waldgeistern aus Rhina waren die Damen im Publikum nicht sicher.

Peter Schütz

Wetterglück für die Veranstalter des grossen Fasnachtsumzugs in Laufenburg gestern Nachmittag: Kein Tropfen Wasser, keine Flocke Schnee und keine Nebelschwade trübte den Anblick der prächtigen Gruppen, die sich durch die Altstadt bewegten.

Die bunten Kostüme und Furcht einflössenden Masken kamen gut zur Geltung. Davon gab es jede Menge zu bestaunen: 36 Formationen, Narrenpolizist inklusive, liessen die Herzen der Fasnachtsfreunde höher schlagen. Es gab nichts, das es nicht gibt. Hexen zuhauf, scheinbar böse Gestalten, wilde Kreaturen oder unberechenbare Viecher, die es noch immer nicht in ein zoologisches Nachschlagewerk geschafft haben. So richtig gefährlich für die Zuschauer waren sie aber nicht, im Gegenteil.

1_In den Fängen der Mondschein-Hexen aus Offenburg-Ortenau
11 Bilder
2_Die Roli-Guggers mit der Frumptarn Guggen-Band aus England
3_Kontakt mit einer Kuppelsteiner Hexe aus Gaggenau
4_Farbenfroh Die Guggenmusik 11er Frösch aus Zürich
5_Die Schnarchzapfe aus Wallbach im Huckepack
6_Schon wieder eine Entführung, im Bild mit den Waldgeistern aus Rhina
7_Konfetti für Dame Ein Enzenbächle-Fuchs ist spendabel
8_Und noch eine Entführung, hier von einem Niederthaler aus Maulburg
9_Die Laufenburger Barocker mit Ballonauftrieb
10_Mahnende Worte von einem Wiler Zipfel
11_Das Tambourencorps aus Laufenburg im Einsatz

1_In den Fängen der Mondschein-Hexen aus Offenburg-Ortenau

Peter Schütz

Manch ein Furcht einflössendes Narrentier entpuppte sich als Kinderliebhaber. Die jüngsten Zuschauer verloren mit der Zeit ihre Angst, sich unter Umständen bald woanders als am Marktplatz wiederzufinden. Sie bekamen Streicheleinheiten satt, dazwischen Süsses oder Saures. Anderen Umgang erlebten die erwachsenen Damen, die entführt wurden. Mit Konfetti wurde an ihnen nicht gespart. Gegenwehr war immer zwecklos, alles Strampeln half nichts, es machte die Entführer nur noch verrückter.

Apropos Konfetti: Wenn es um die runden, farbigen Schnipsel geht, ist Geiz nicht mehr geil, auch am Fasnachtsumzug in Laufenburg nicht, Steinpflaster hin oder her. An jeder Ecke gab es Konfetti-Bäder, erhielten – schon wieder vornehmlich Frauen, – Konfetti in den Nacken gestopft oder in die Haare gerieben, das gab ein schönes Kreischen und belebte die Stimmung zusätzlich. Die Nachbarn der mit Konfetti Überhäuften fanden es natürlich immer lustig, bis sie selber dran kamen... Ausserhalb der Masken- und Konfetti-Fraktion gab es wie die einheimischen Roli-Guggers, die Gäste aus England dabei hatten, und die Barocker. Ein spannender Umzug, der nichts vermissen liess.