Hundefrisbee ist zwar noch ein Nischensport, erfreut sich aber zunehmend an Beliebtheit. Das Frisbee-Treffen – «DiscDog-Event» – diente als Qualifikation für die Europa- und Weltmeisterschaft. Hundehalter aus fünf Nationen - Niederlande, Italien, Frankreich, Deutschland und Schweiz - massen sich im Spiel mit ihren vierbeinigen Partnern. Der Spassfaktor stand dabei klar im Vordergrund.

Kontrolliertes Wildes

Das Wetter spielte mit, die Stimmung im Klubhaus Hüslimatt war gut. «DiscDogs sind wie die Snowboarder unter den Skifahrern», erklärte Mitorganisatorin Daniela Milesi. Was wohl auch für die Discdogger, also die Hundehalter, gilt. Denn der Sport hat etwas kontrolliert Wildes an sich und erfordert viel Training. Einfach nur mal eine Frisbeescheibe werfen und den Hund hinterher jagen lassen klappt nicht. Drei Viertel des Trainings verbringen die Discdogger denn auch mit dem richtigen Werfen und Fangen der Scheiben. Das Wichtigste beim DiscDoggen sei das Kontrollieren der Scheibe, heisst es. Die Scheibe muss für den Hund gut platziert werden, nur so kann er sie aus der Luft fangen.

Am Turnier in Oeschgen gab es reihenweise beeindruckende Demonstrationen von Hundefrisbee. Selbst die Anfänger («Beginners») machten ihre Sache prima. Es gab viele akrobatische Einlagen zu sehen. Denn nicht nur die Hunde legten sich mächtig ins Zeug, sondern auch deren Halter. Die Auftritte auf dem Spielfeld gingen an die Substanz. Kniend, liegend, gehend, rennend ging es zur Sache, aber derart schnell, dass die Übungen im Nu vorbei waren.

Jeder Teilnehmer hatte sich ein eigenes Stück Musik für den Auftritt ausgesucht, von Klassik über Reggea, Hip-Hop und Rock´n´Roll war fast alles dabei. «Man kann es mit jedem Hund machen», berichtete Daniela Milesi. Kleinwüchsige Hunde waren ebenso mit Eifer bei der Sache wie grössere Hunde. Ihre Auftritte wurden von den Richtern am Spielfeldrand beobachtet und bewertet. Die Pausen nutzten die Teilnehmer zum Ausruhen oder Austausch von Erfahrungen. Andere wärmten sich vor dem Spiel mit ihren Hunden auf. Beim Disdogging gelten dieselben Regeln wie bei jedem Sport: Der Körper muss vorbereitet werden.