Frick

Wiedereröffnung «Rebstock»: Die Küche ist noch eine Baustelle

In einigen Woche soll in diesem Raum die Küche des Restaurants Rebstock entstehen. Der Neubau der Küche kostet rund 600000 Franken. Dennis Kalt

In einigen Woche soll in diesem Raum die Küche des Restaurants Rebstock entstehen. Der Neubau der Küche kostet rund 600000 Franken. Dennis Kalt

Die Sanierungsarbeiten für die Wiedereröffnung des «Rebstocks» laufen auf Hochtouren. Bis zum 1. Oktober muss noch abgerissen, entfeuchtet, gefliest, gestrichen und eine Küche installiert werden.

Die Fussböden sind kahl. Leitungen ragen aus den Wänden. Schutt liegt auf dem Boden. Kaum vorstellbar, dass auf dieser Baustelle Samet Rustemi in dreieinhalb Monaten Pizza, Pasta und gutbürgerliche Schweizer Gerichte für seine Gäste zubereiten wird. Doch Architekt René Hüsser, der für die rund 1,2 Millionen Franken teure Sanierung der Traditionsbeiz Rebstock verantwortlich ist, gibt sich zuversichtlich: «Ich gehe davon aus, dass wir die Sanierungsarbeiten bis Mitte, Ende September abschliessen werden.» Dass die Uhr tickt, kann er jedoch nicht ganz verhehlen: «Klar, den Druck, rechtzeitig fertig zu werden, spüre ich schon», sagt er.

Das Konzept für den Aufbau der Küche steht und der Auftrag für deren Einrichtung ist bereits vergeben. Doch zuvor muss der Betonboden begradigt werden, damit die Fliesen verlegt werden können. Zudem müssen die Sanitärverteilung und die alten Leitungen komplett ersetzt werden: «Als wir die Wände und die doppelschichtige Decke geöffnet haben, war klar, dass dies wohl die grösste Herausforderung bei den Sanierungsarbeiten wird. Viele Leitungen sind noch aus den 1960er- und 1970er-Jahren», sagt Hüsser. Aufgrund des Alters des Restaurants wurden Schadstoffuntersuchungen durchgeführt. An zwei Stellen wurde gebundener Asbest festgestellt, der fachgerecht entsorgt wurde.

Durchbruch für kürzere Laufwege

Der kleine Nebenraum, in dem der Pizzaofen installiert wird und der Raum, in dem die Küche entsteht, sind derzeit durch eine Mauer voneinander abgetrennt. «Wir werden in dieser einen Durchbruch schaffen, um die Laufwege zwischen dem Pizzaofen und der Küche kurz zu halten», erklärt Hüsser. Auf der anderen Seite der Küche wird eine Tür versetzt, um die Wege für die Lieferanten zu verkürzen.

Direkt neben der Küche werden Mauern für ein behindertengerechtes WC hochgezogen. Im Keller, in dem sich eine kleine Bar befindet, werden die Wände gestrichen. Zusätzlich wird dort die Anlage ausgetauscht, die den Gastrobereich mit Frischluft versorgt. «Die jetzige Lüftungsanlage hat mindestens 50 Jahre auf dem Buckel», sagt Hüsser. Ebenso müssen die alten Wasser- und Stromwerksleitungen im Aussenbereich ersetzt werden.

Die Bruchsteinmauer ist nass

Um den Platz für die Gartenwirtschaft zu vergrössern, wurden bereits die Blumenkübel an der Südfassade – gegenüber den nummerierten Parkplätzen – entfernt. Dabei stellte man fest, dass die Bruchsteinmauer, die sich direkt hinter den Blumenkübeln befindet, nass ist: «Deswegen müssen wir die Mauer öffnen, um sie zu trocknen», sagt Hüsser. Ein weiteres Problem: Unter den Blumenkübeln befinden sich Sockel aus massiven Beton: «Wir müssen diese sehr vorsichtig abtragen, weil sonst die Gefahr besteht, dass wir die Bruchsteinmauer beschädigen», erklärt Hüsser.

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