Magden/Bali
Wie sich eine Aargauerin auf der Götterinsel für die Bildung stark macht

Wo Touristen sonst das süsse Ferienleben geniessen, unterstützt Ursula Grossmann die arme Lokalbevölkerung mit einem eigenen Hilfsprojekt und ermöglicht Kindern eine Schulbildung. Schon bald zieht es die Magderin für immer auf die Götterinsel.

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Ursula Grossmann setzt sich auf Bali für die Schulbildung ein.

Ursula Grossmann setzt sich auf Bali für die Schulbildung ein.

nexuba.ch

Vor 15 Jahren reiste Ursula Grossmann zum ersten Mal nach Bali in die Ferien und verfiel dem Zauber der indonesischen Götterinsel. Die Magderin kam dort aber auch in Kontakt mit der Armut vieler Balinesen.

Ein Aha-Erlebnis war die Begegnung mit einer älteren, krebskranken Frau: «Sie war nur noch Haut und Knochen und ging auf allen Vieren», schildert Ursula Grossmann die Situation. «Sie sass am Strassenrand und wartete darauf, dass ihr jemand vielleicht ein Glas Wasser vorbeibringt.»

Hilfsorganisation gegründet

Nach dem plötzlichen Tod ihres Lebenspartners fasst die Fricktalerin den Entschluss, sich künftig voll und ganz der Unterstützung der armen Menschen auf Bali zu widmen. «Den Rest meines Lebens will ich etwas Sinnvolles leisten und Menschen helfen, denen es nicht so gut geht», erklärt die 57-Jährige gegenüber Tele M1.

Vor drei Jahren rief sie das Hilfsprojekt Nexuba ins Leben, eine Gönnervereinigung mit dem Ziel, die Ärmsten auf Bali zu unterstützen. Mit den Spenden aus der Schweiz wird Kindern in Bali eine Schulbildung ermöglicht.

Viel erreicht mit wenig Einsatz

Ursula Grossmann weiss aus eigener Erfahrung, dass bereits mit wenig Geld viel erreicht werden kann. Über Jahre unterstützte sie das Mädchen Putu und ihre Familie finanziell. Vor kurzem schloss die mittlerweile 19-jährige Putu ihre Matura ab.

Dieser Erfolg motiviert die Aargauerin. Bald bricht sie ihre Zelte in der Schweiz ab und lässt sich ganz auf Bali nieder, wo sie weiteren Menschen helfen will. (cze)