Am 4. Oktober 2010 flog ein Helikopter der Helisuisse die acht vorgefertigten Teilstücke des Cheisacherturms in rund zwei Stunden von der Zimmerei Bühlmann in Mönthal hinauf auf den Cheisacher. Dieses Spektakel lockte damals viel Publikum und zahlreiche Medienvertreter an. Seither ist der 4. Oktober für den Trägerverein so etwas wie die Geburtsstunde des Cheisacherturms.

Mitglieder der damaligen Initiantengruppe und vom Vorstand des Trägervereins Cheisacherturm treffen sich jeweils an diesem Tag zu einem Feierabendbier auf dem Turm. Nachdem dieses Jahr der 5. Geburtstag anstand und dieser gleichzeitig auf einen Sonntag fiel, beschloss der Vorstand des Trägervereins, die Feier in einem etwas grösseren Rahmen durchzuführen und lud ein zu einer Sternwanderung zum Turm. Ausgangspunkte waren in den drei Trägergemeinden Gansingen, Laufenburg und Mönthal.

Nachdem es am Morgen noch geregnet hatte, verzogen sich die Wolken gegen Mittag immer mehr, so-dass zur angesagten Zeit, kurz nach Mittag, angenehmes Wanderwetter herrschte. An den drei Ausgangspunkten versammelten sich zwischen 30 bis 40 Personen und machten sich jeweils gemeinsam auf den Weg in Richtung Cheisacherturm.

40 Besucher pro Tag

Die grosse Besucherschar wurde von Roger Erdin, Präsident des Trägervereins, begrüsst. Erdin rechnete dann vor, dass pro Tag durchschnittlich 40 Personen den Turm besteigen würden. Auf die fünf Jahre des Bestehens umgerechnet, würde diese Menschenmenge das Joggeli in Basel gleich zwei Mal füllen. Er schloss mit den Worten: «Der Turm hat uns alle auch etwas nähergebracht.»

Der Turm ist ein Star

Er sei im Programm angekündigt worden mit den Worten, dass er etwas über die Jugendjahre des Turms erzählen würde, begann «Turmgenosse» und Mitinitiant Thomas Senn seine Ausführungen. Es sei natürlich schwierig, aus den Jugendjahren eines fünfjährigen Geburtstagskindes etwas zu erzählen.

Wenn man freilich noch die gut fünfjährige Planungszeit dazurechne, dann würde sich das Alter zumindest verdoppeln. Mit seinen fünf Jahren sei der Turm allerdings bereits ein Star, im Gegensatz zu Fussballstar Embolo beim FC Basel, der dies erst mit 18 geworden sei.

Der Turm müsse sich oft ein seltsames Keuchen anhören, unterbrochen auf den einzelnen Plattformen, wo die Keuchenden die dortigen Werbeschilder betrachteten und nach Luft rangen. Auf einer Plattform biete sich sogar Gelegenheit, während der Verschnaufpause einen französischen Satz zu entziffern. Zuoberst jedoch töne es immer wieder gleich, führte Senn aus: «Hei, lueg emol wie d Alpe schön sind!» und «Wie esch de Schwarzwald e so noch!» werde da gerufen.

Cheisacher oder Chreisacher?

Nach diesen Ausführungen stiessen die Wanderer auf die nächsten fünf Jahre des Cheisacherturms an. Und Thomas Senn gab der Hoffnung Ausdruck, dass bis dann auch endgültig die noch immer offene Frage geklärt sei, ob es jetzt Cheisacher oder Chreisacher heisse. Den Abschluss der gelungenen Geburtstagsfeier machte das Bräteln in der Galter Waldhütte.