28 Mietwohnungen und 1200 Quadratmeter Gewerbefläche entstehen derzeit in Frick im «Widenboulevard Nord». Im Oktober machte die AZ publik, dass der Discounter Denner, dessen Filiale nur einige hundert Meter entfernt von der Überbauung liegt, im «Widenboulveard Nord» eine neue und grössere Filiale eröffnen wird. «Wir sind unter anderem noch auf der Suche nach einem weiteren grossen Mieter», sagt Simon Giess von der Anton Giess AG.

Zwar sind schon einige Bewerbungen eingegangen, diese jedoch mit teilweise unrealistischen Berechnungen. «Viele Interessenten wollen nur einen sehr kleinräumigen Laden bei uns eröffnen. Dies entspricht aber nicht unseren Vorstellungen», sagt Giess, für den es nicht darum geht, die Gewerbefläche möglichst schnell, sondern möglichst gut zu füllen.

Für Giess ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich die passenden Interessenten melden, denn er weiss: Je fortgeschrittener der Bau ist, desto grösser wird das Interesse.

Auch der Coop sucht noch nach einem Mieter. Vor einem Jahr schloss dort der Tria Sport-Laden im Obergeschoss des Supermarkts. Auf einem Teil der Fläche eröffnete im November des letzten Jahres der Coiffeursalon Hairstyling Iba neu. Eine Fläche mit rund 240 Quadratmetern steht noch frei. «Wir führen Gespräche, die Nachfrage ist jedoch nicht gross, weil der Retail-Markt generell im Umbruch ist und Flächen im Obergeschoss weniger gefragt sind»,  erklärt Mediensprecher Patrick Häfliger.

Kurz zuvor abgesprungen

Ebenfalls sucht die Jakob Müller Immobilen AG für zwei Gewerbeflächen an der Widengasse Mieter. «Für beide Flächen waren die Verträge bereits gemacht. Die potenziellen Mieter sind jedoch kurzfristig abgesprungen», erzählt Leiter Reto Kuoni.

Generell schätzt Kuoni die Lage als schwierig ein, Gewerbeflächen zu vermieten. Zum einen haben Detaillisten heutzutage aufgrund der Online-Konkurrenz einen schweren Stand. Zum anderen habe Frick bereits ein breites Angebot an verschiedenen Detaillisten und Gewerbetreibenden. «In Frick scheint der Bedarf derzeit gedeckt zu sein», so Kuoni.

Vor rund einem Jahr schloss die Papeterie Fricker nach über 100 Jahren aus wirtschaftlichen Gründen. Nach der Schliessung beabsichtigte Arnold Fricker, die Verkaufsfläche des Traditionsgeschäfts an der Hauptrasse zu  vermieten.

Nach mehreren Monaten wurde das Plakat an der Fassade der ehemaligen Papeterie, auf dem Fricker seine E-Mail-Adresse für potenzielle Interessenten hinterliess, entfernt. Fricker wollte auf die Frage, ob er mittlerweile einen Mieter für die ehemalige Papeterie gefunden habe gegenüber der AZ keine Stellung nehmen.