Wallbach
Wichtige Verkehrsachse am Rhein soll saniert werden

Die Wallbacher entscheiden an der Gmeind über einen Kredit für das Projekt «Rheinstrasse Nord». In dieses fliessen auch die Planungen bezüglich Hochwasserschutz mit ein.

Susanne Hörth
Merken
Drucken
Teilen
Erst im Mai dieses Jahres mussten für diesen Rheinstrassen-Abschnitt die mobilen Hochwasserschutzmassnahmen vom Kanton angefordert werden. Bei den Planungen für die Strassensanierung wird der Hochwasserschutz berücksichtigt.

Erst im Mai dieses Jahres mussten für diesen Rheinstrassen-Abschnitt die mobilen Hochwasserschutzmassnahmen vom Kanton angefordert werden. Bei den Planungen für die Strassensanierung wird der Hochwasserschutz berücksichtigt.

Susanne Hörth

Eine wichtige Verkehrsachse in Wallbach ist die Rheinstrasse von der Einmündung Vizrain bis zur Industriezone Novoplast. Schon seit einiger Zeit ist die Gemeinde daran, unter der Projektbezeichnung «Rheinstrasse Nord» die etappenweise Sanierung der Strasse zu planen.

Bereits seit 2013 abgeschlossen ist die Sanierung der Rheinstrasse Süd. Ebenfalls 2013 hat das Wallbacher Stimmvolk an seiner Wintergemeindeversammlung einen Planungskredit in Höhe von 60 000 Franken für die Rheinstrasse Nord gut geheissen.

Die Waldburger Ingenieure AG aus Aarau haben zwischenzeitlich die Planungsgrundlagen erarbeitet. «Im Grundsatz wurde festgelegt, dass die Strasse 5,50 Meter breit sein soll und einseitig ein Gehweg erstellt wird», schreibt der Gemeinderat in seiner Versammlungsbotschaft zur kommenden «Gmeind» vom 29. Juni. An diesem Abend haben die Wallbacher nun über den Projektierungskredit von 210 000 Franken zu befinden.

In vier Etappen geplant

Es ist vorgesehen, die Sanierung in vier Etappen auszuführen. Die Projektierung hingegen bezieht sich über die gesamte Rheinstrasse, von der Einmündung Vizrain bis zur Industriezone. Einer der Abschnitte betrifft den Teil zwischen Brütschengasse und Unterdorf/Chalch. Hier muss zusätzlich der Hochwasserschutz berücksichtigt werden. Regelmässig ist die direkt am Rhein gelegene Strasse und die angrenzenden Häuser von Hochwasser bedroht, oft auch betroffen. Hier plant die Gemeinde eine feste bauliche Konstruktion. Diese kann dann je nach Wasserstand mit zusätzlichen Elementen erhöht werden. Zurzeit muss jedes Mal vom Kanton mobilen Hochwasserschutzelemente angefordert werden. So geschehen vor wenigen Wochen.

Für die festen baulichen Massnahmen hat der Wallbacher Gemeinderat bereits im letzten Jahr ein Fachbüro damit beauftragt, Sondierbohrungen für hydrogeologische Untersuchungen im Bereich des Rheinufers durchzuführen. Zudem wird der Rheinpegel über einen längeren Zeitraum bei jeder Witterung gemessen. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen fliessen in die Planungen zur Sanierung der Rheinstrasse mit ein, erklärt Gemeindeschreiber Thomas Zimmermann.

Mit den beantragten 250 000 Franken soll nun die Detailplanung vorangetrieben werden. Zu den Details gehört auch die Terminplanung.

Die Wallbacher haben an ihrer Versammlung zudem über einen Projektierungskredit über 92 000 Franken für die Dachsanierung von Schulhaus und Mehrzweckhalle zu befinden. Da zwei Varianten - entweder Sanierung der bestehenden Flachdachkonstruktion oder der Aufbau eines Schrägdaches über das Flachdach - müssen weitere Abklärungen getätigt werden. Der Baukredit soll an der Wintergemeindeversammlung zur Beschlussfassung vorliegen. Die Dachsanierung ist auf das Frühjahr 2016 terminiert.